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12. August 2019

Handy ins Wasser gefallen – was nun?

Dein Smartphone ist ins Wasser gefallen? Don’t panic – es besteht Hoffnung. Wir verraten, was du tun kannst, um es zu retten.

Beitragsbild

Platsch! Kurz warst du abgelenkt und schon ist es passiert: Dein Smartphone ist dir aus der Hand oder Hosentasche gerutscht. Ist das Handy ins Klo gefallen oder badet unfreiwillig im Pool, ist das ein ziemliches Desaster. Schließlich vertragen sich Wasser und Elektronik ganz und gar nicht.

Bevor es zum Kurzschluss kommt: Fische es so schnell wie möglich aus dem Wasser. Widerstehe der Versuchung das Smartphone testweise anzuschalten. Dies könnte ihm den Rest geben. Schalte es sofort aus, falls es noch in Betrieb ist.

Dein ans Ladegerät angeschlossenes Smartphone ist ins Wasser gefallen oder liegt auf dem Küchentisch in einer Bierpfütze? Vorsicht! Schalte zuerst am Sicherungskasten den Strom in der Wohnung ab, bevor du es anfasst. Rauch, ein schmelzendes oder anderswie verändertes Gehäuse deuten auf einen Kurzschluss hin. Es droht ein Stromschlag, der schlimmstenfalls tödlich ausgeht.

Handy ins Wasser gefallen: Was tun, um es zu retten?

Tupfe die Oberfläche des Smartphones sachte mit einem Handtuch, T-Shirt oder Küchenkrepptuch ab, statt es zu schütteln. Das verhindert, dass Feuchtigkeit über die Öffnungen des Gehäuses eindringt beziehungsweise noch tiefer ins Innere gelangt. Anschließend nimmst du Akku, Speicher- und SIM-Karte raus und trocknest diese sowie das Innengehäuse.

Eine Meereswelle hat dich samt Handy erwischt? Salzwasser schadet elektrischen Geräten noch mehr. Spüle das Smartphone daher kurz mit Leitungswasser ab. Noch besser ist es, das Handy wenige Sekunden in destilliertes Wasser zu tauchen. So verhinderst du, dass sich Salzkristalle festsetzen.

Handy vollständig trocknen

Leider reicht es nicht aus, Außenhülle und Innengehäuse abzutupfen. Du kannst nicht ausschließen, dass Nässe in die einzelnen Bauteile gelangt ist. Die Kameralinse ist vernebelt? Am USB-Anschluss lagern sich Tropfen ab? Wenn dein Handy ins Wasser gefallen ist, kommst du nicht um einen längeren Trocknungsprozess herum. Bleib geduldig: Mindestens zwei Tage solltest du es in Ruhe liegen lassen, damit die Feuchtigkeit verdunstet.

Das Handy föhnen, in die Mikrowelle oder auf die Heizung legen? Auf keinen Fall! Das sind absolute No-Gos. Die empfindliche Elektronik deines Smartphones verträgt keine Hitze. Du riskierst zudem, dass sich Kondenswasser bildet und dein Handy für immer den Geist aufgibt.

Du hast zwei Optionen:

  1. Das Handy nass in Reis legen.
  2. Das Smartphone in seine Einzelteile zerlegen.

Dein Handy ist innen nass? Reis und Silica-Gel helfen

Reis saugt Feuchtigkeit auf und ist deshalb ein ideales Hilfsmittel, um dein Handy zu trocknen. Fülle dazu einen luftdicht abschließbaren Tiefkühlbeutel mit ungekochten Reiskörnern. Achte darauf, dass die Körner vorher gut verpackt waren, also noch trocken sind. Stecke das Handy anschließend so in den Beutel, dass es vollständig mit Reis bedeckt ist. Nun heißt es: zwei Tage lang abwarten und Daumen drücken. Mit Glück funktioniert dein Smartphone nach der Trocknung wieder einwandfrei.

Hast du Silica-Gel parat, solltest du lieber dieses verwenden. Es ist im Gegensatz zu Reis staubfrei und nimmt Nässe noch besser auf.

Fix it: Smartphone zerlegen

Die Reis-Variante ist zwar einfach und risikofrei, aber nichts für schwere Fälle.

Das Handy ist ins Wasser gefallen und war länger vollständig abgetaucht? Dann ist die Gefahr groß, dass auch das Herzstück, das Motherboard mit Prozessor, nass ist. Setzen sich im Display oder Kameraobjektiv kleinste Kondenströpfchen ab, leiden Anzeige und Farbwiedergabe. Diese Teile kannst du nur teilweise und sehr kostspielig ersetzen. Auch die Kupferdrähte der Kontakte zu Akku, SIM-Karte und USB-Anschluss können rosten.

Tricky ist: Ob auch das Innere nass ist, erkennst du von außen nicht. Ob alles wie immer funktioniert, erfährst du erst später beim Einschalten.

Gehe deshalb auf Nummer sicher: Damit überall mehr Luft dran kommt, nimmst du auch das Innengehäuse auseinander. Doch eines vorweg: Tu es nur, wenn du dir zutraust, das Handy mit ruhiger Hand in seine Einzelteile zu zerlegen und wieder zusammenzubauen. Nimm dir Feinwerkzeug und Anleitungen zur Hilfe. Im Netz kursieren viele Tutorials.

Bedenke auch: Mit der Do-it-Yourself-Reparatur ist deine Garantie dahin. Wenn du das nicht riskieren willst, solltest du lieber zum Profi gehen. Eine weitere Alternative sind ehrenamtlich geführte Repair-Cafés: Dort helfen dir passionierte Bastler gegen eine Spende und Materialkosten.

Härtefälle

Du hast alles versucht, doch das Display bleibt schwarz? Hier kann tatsächlich nur noch ein Profi helfen. Am besten stehen die Chancen, wenn du dich an den Kundenservice des Herstellers richtest. Frage, wie viel eine Reparatur kosten würde. Manchmal beläuft sie sich auf eine hohe Summe. Wäge ab, ob du vielleicht mit einem neuen Smartphone günstiger wegkommst. In unserem Onlineshop findest du aktuelle Hot Deals.

Smartphone ist ins Wasser gefallen: Unser Fazit

  • Rausfischen und ausschalten: Ist das Handy ins Wasser gefallen, ist dies die erste Rettungsmaßnahme.
  • Nutze das Smartphone zwei Tage lang nicht und lass es trocknen.
  • Überlege, ob du es in seine Einzelteile zerlegst und gegebenenfalls selber Ersatzteile einbaust oder ob du lieber einen Profi engagierst.
mic-Redaktion

Hier schreibt die Redaktion. Mal der und mal die. Geballte Technikkompetenz, leidenschaftliche Smartphone-User und erfahrene App-Tester. Alles aus erster Hand und am Puls der Zeit. 

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