Wo bin ich? Google hat die Lösung!

Apps zum Freigeben eines Standortes gibt es viele. Google bietet zwei Lösungen an, damit du nicht die Orientierung verlierst.

Auf einem Smartphone ist das Logo von Google Maps eingeblendet.

Früher war es einfach: Hat man eine Person angerufen, wusste man sofort, wo sich diese aufhält, nämlich zu Hause – vermutlich sogar in der Nähe der Telefondose. Dann kamen Handys, und seither beginnen viele Gespräche mit dem mittlerweile klassischen „Wo bist du denn gerade?“.

Die Antwort auf die Frage „Wo bin ich?“ ist jedoch nicht immer schnell beantwortet: Fremde Stadt, unbekannte Gegend, gerade mal nicht aufgepasst – schon ist die Orientierung dahin. Doch du hast mehrere Optionen, deinen aktuellen Standort mit anderen zu teilen.

Google Maps: Die flexible Lösung

Um spontan deinen Standort mit anderen zu teilen, kannst du Google Maps ( Android ǀ iOS) nutzen. Die Maps-App ist Bestandteil von Android, du hast sie darum in der Regel bereits installiert. iOS-Nutzer können ebenso auf die Funktion zurückgreifen, müssen die App jedoch erst herunterladen.

Wenn du mit deinem Google-Konto im System angemeldet bist, kannst du direkt loslegen. In der Menüleiste findest du den Punkt „Standortfreigabe“, den du anwählst.

Über Google lässt sich einfach der Standort mit anderen Menschen teilen.

Standort für einzelne Leute freigeben

Du willst deinen aktuellen Standort sicher nicht rund um die Uhr und an jeden freigeben. Darum kannst du noch ein paar Einstellungen vornehmen:

  • Wähle die Personen aus deinen Kontakten aus, die deinen Standort beziehungsweise Standortverlauf einsehen dürfen. Oder generiere einen Link zu deiner Standortverfolgung, den du anschließend verschickst.

  • Stelle ein, wie lange du den Standort teilen möchtest. Von 15 Minuten über einige Stunden bis hin zu drei Tagen kannst du das ziemlich flexibel bestimmen.

  • Alternativ wählst du aus, dass der Standort bis zur Deaktivierung freigeben ist. Das solltest du dir allerdings merken; nicht dass du permanent deinen Aufenthaltsort mit anderen teilst, obwohl du dies vielleicht nur einmal kurz wolltest.

Tipp: Du kannst deinen Standort via Google Maps auch direkt in WhatsApp teilen: über die Büroklammer neben dem Textfeld im Chat.

In WhatsApp lässt sich der Standort oder Live-Standort mit Freunden und Bekannten teilen.

Google-Nutzer: Wo bin ich?

Eine kleine Schwachstelle ist: Wenn du deinen Standort über einen generierten und verschickten Link teilst, kann jeder, der den Link empfangen hat, diesen theoretisch weiterreichen – und auch Dritte können deinen aktuellen Standort verfolgen. Eine Besonderheit gibt es jedoch dann, wenn du deinen Standort mit anderen Google-Nutzern teilst.

Du siehst in diesem Fall nämlich nicht nur die Avatare der Nutzer auf der Karte, sondern musst auch keinen öffentlich einsehbaren Link verteilen. Die Google-Nutzer werden quasi personalisiert eingeladen und bekommen einen Link nie zu Gesicht. Außerdem kannst du Google-Nutzer blockieren, falls du gar nichts mit ihnen zu tun haben möchtest.

Temporäre Freigabe von Google

Interessant noch für die Weitergabe von Links: Diese sind ja mit dem gewählten Zeitfenster versehen. Es startet aber nicht etwa, sobald der Link genutzt wird, sondern dann, wenn er generiert wird.

Stellst du also eine Stunde ein, der Empfänger öffnet den Link aber erst nach einer halben Stunde, kann er auch nur noch eine halbe Stunde den Standort verfolgen.

Insgesamt ist das Teilen des eigenen Standortes via Google Maps eine der unkompliziertesten Lösungen in diesem Bereich, vor allem für Nutzer, die sowieso Google-Dienste verwenden.

Großer Vorteil der Maps-Variante ist, dass man seinen Aufenthaltsort bedenkenlos temporär mit beliebigen Leuten teilen kann.

Standort als Akku-Killer?

Was man allerdings nicht außer Acht lassen sollte: Die Standortfreigabe kann sich negativ auf die Akkulaufzeit auswirken, wie jede App, die eine GPS-Verbindung voraussetzt.

Wer aber eh den Google-Standortverlauf aktiviert hat, der wird nichts in Sachen Akku bemerken, denn die Freigabe greift auf den Standortverlauf zurück. Die Standortfreigabe funktioniert unter Android und iOS auf die gleiche Weise, hier gibt es nichts weiter zu beachten.

Überwachung vs. Vorsorge: Vertrauenswürdige Kontakte

Die Standortfreigabe in den Google Maps ist sehr praktisch, denn dadurch kann man Freunden oder Bekannten ohne zusätzliche App Zugriff auf den eigenen Standort geben. Das reicht in vielen Fällen.

Aber auch die Sonder-App von Google Vertrauenswürdige Kontakte ( Android ǀ iOS) kann einen Download wert sein, vielleicht oder gerade auch für Eltern. Denn sind diese als vertrauenswürdige Kontakte auf dem Smartphone des Kindes eingetragen, können sie jederzeit den aktuellen Standort abfragen, um zu prüfen, ob alles okay ist.

Stellen die Eltern eine Anfrage, so kann das Kind innerhalb eines Zeitfensters von 5 Minuten per Klick mitteilen, dass alles in Ordnung ist.

Im Notfall und somit bei Nicht-Rückmeldung wird der Standort freigegeben – notfalls der letzte, wenn der Akku leer oder das Smartphone aus ist. Das Kind hat beim Einsatz zudem die Sicherheit, dass der Standort eben nicht dauerhaft und ohne Meldung einsehbar ist.

Es geht auch ohne Google: Glympse

Du suchst nach einer Lösung fernab von Google? Es gibt verschiedene Apps, mit denen du via GPS deinen Standort teilen kannst: Eine ist Glympse ( Android ǀ iOS). Das Praktische hier: Du musst zwar die App installieren, um deinen Standort zu teilen – abgerufen werden kann der Standort aber über jedes Gerät mit einer Internetverbindung.

Auch bei Glympse stellst du ein, wie lange dein Standort geteilt wird und bestimmst, wer diese Information erhält.

Fazit: Wo bin ich gerade? Hier bin ich!

  • Über Google Maps kannst du für ein bestimmtes Zeitfenster deinen aktuellen Standort mit einzelnen Personen teilen.

  • Mit der App Vertrauenswürdige Kontakte können zuvor von dir bestimmte Kontakte bei deinem Smartphone eine Anfrage stellen und bekommen nach einer bestimmten Wartezeit deinen Standort mitgeteilt.

  • Wenn du Google nicht noch mehr Informationen über dich auf dem Silbertablett servieren möchtest, probiere eine andere App aus, zum Beispiel Glympse.

Foto: ©Shutterstock/DANIEL CONSTANTE

Lisa

Lisa hat schon früher ihren kleinen Brüdern die neuesten Gadgets erklärt. Sie weiß aber nicht nur technisch viel, sondern auch, wo es in Hamburg die beste Pizza gibt.

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