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22. November 2019

Apps programmieren: So geht’s

Ideen in Apps gegossen: Wir verraten dir, wie du auch ohne Programmierkenntnisse eigene Apps programmieren kannst.

Apps programmieren

Eine Foto-Community-App wie Instagram – nur besser? Wenn dir unzählige App-Ideen im Kopf herumschwirren, ist es vielleicht an der Zeit, dich selbst ans Code-Schreiben zu wagen. Idealerweise bringst du Vorkenntnisse in einer Programmiersprache mit. Zwingend notwendig ist das allerdings nicht.

Mit den richtigen Tools und ein wenig Geduld kannst du auch ohne Java und Swift lernen, Apps zu programmieren. Die Ergebnisse reichen vielleicht nicht ganz an WhatsApp, Instagram und Co. heran, aber mit unseren Tipps kannst du trotzdem gute Ergebnisse erzielen. Wir helfen dir beim Einstieg.

Wie entwickelt man eine App?

Smartphone-Apps basieren wie andere Online-Plattformen und Software auf Programmiersprachen. Um eine eigene App zu programmieren, solltest du dich mit wenigstens einer dieser Sprachen gut auskennen. Während Android-Apps auf Java basieren, werden iOS-Apps in Objective-C oder Swift geschrieben.

Doch selbst mit erweiterten Skills in einer Programmiersprache ist es nicht so einfach, Apps programmieren zu lernen, wie du vielleicht denkst. Da schon kleinste Ungenauigkeiten in der Zeichenabfolge das Ergebnis beeinflussen können, musst du einiges an Zeit, Geduld und Nerven mitbringen, bis schließlich eine funktionsfähige App steht.

Glücklicherweise gibt es mittlerweile zahlreiche Tools, mit denen es deutlich leichter von der Hand geht, Apps selber zu programmieren.

Apps selber programmieren mit dem Baukasten-Prinzip

Wenn du eine Android-App programmieren möchtest und nur rudimentäre Java-Kenntnisse hast, solltest du es zunächst mit einem App-Baukasten versuchen. Auch ganz ohne Kenntnisse in einer Programmiersprache erzielst du damit gute Ergebnisse, da das Programm das Coden für dich übernimmt.

Im Internet findest du eine große Auswahl solcher Programme, die sich meist sehr stark ähneln. Um zu lernen, eine App zu entwickeln, bieten sich beispielsweise appTitan, AppYourself oder Appy Pie an.

Umsonst sind solche Hilfsmittel allerdings nicht: Wenn du einen App-Baukasten nutzen möchtest, musst du in der Regel eine monatliche Gebühr dafür bezahlen. Wie hoch diese ist, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter und von der App-Art, die du programmieren möchtest.

Die klassischen Apps, wie du sie von deinem Smartphone kennst, nennt man Native Apps. Sie lassen sich aus dem App Store oder bei Google Play herunterladen und bieten häufig eine weitaus größere Funktionsvielfalt als Progressive Web Apps (PWA), also mobilfreundliche Apps, die nur über den Browser laufen.

PWAs lassen sich nicht downloaden, haben hinsichtlich Aufbau und der Funktionsweise jedoch vieles mit nativen Apps gemein. Beachte: Wenn du eine native App mit einem Baukasten programmieren möchtest, können schnell Kosten von mehreren Hundert Euro zusammenkommen – alles andere als ein Schnäppchen.

Und doch sind App-Baukästen der beste Weg, Apps programmieren zu lernen. Sie lassen sich intuitiv bedienen und die Funktionen bauen aufeinander auf. Aus einer großen Auswahl an App-Elementen stellst du dir nach und nach deine Wunsch-App zusammen.

Das Design liegt komplett in deiner Hand. Textelemente, Bilder, Videos und Grafiken stellst du auf dem Interface so zusammen, wie du es möchtest. Du entscheidest, an welchen Positionen sie sich befinden, und bekommst sofort angezeigt, wie die App-Oberfläche im fertigen Zustand aussehen wird.

Wie entwickelt man eine App mit Android Studio?

Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert auch Googles freie Entwicklungsumgebung Android Studio. Allerdings solltest du besser ein paar Java-Kenntnisse mitbringen, wenn du damit eine App selbst programmieren möchtest.

Doch fangen wir am besten von vorne an: Bevor du deine eigenen Android-Apps mit Android Studio programmieren kannst, benötigst du die aktuelle Version des Java Development Kit. Installiere dieses und Android Studio auf deinem PC, und schon kann es losgehen.

  1. Leg zunächst ein neues Projekt an („Empty Activity“), gib ihm einen Namen, entscheide dich für die Geräte, auf denen die App laufen soll, und wähle die Android-Version aus, für die du die App programmieren möchtest.
  2. Nun öffnet sich die Oberfläche, auf der du deine App gestalten kannst. Links befinden sich die Dateien, aus der sich deine App am Ende zusammensetzt. Alle zusammen bilden ein Projekt.
  3. Um ein Layout zu entwerfen, greifst du auf den Werkzeugkasten zurück. Er befindet sich zwischen der Dateiliste und dem simulierten Interface und bietet dir zahlreiche Elemente, um die Oberfläche deiner App zu gestalten.
  4. Wenn du schon weißt, wie man eine App entwickelt bzw. bereits Java-Vorkenntnisse hast, kannst du an der oberen Leiste direkt in das Java-Menü gehen und auf den Code zugreifen.
  5. Über einen Emulator kannst du testen, wie deine App auf verschiedenen Smartphone-Modellen aussieht.

Wenn du das erste Mal eine App selbst programmieren möchtest, ist Android Studio vielleicht nicht ganz so leicht zu durchschauen. Mithilfe von YouTube-Tutorials und ein wenig Internetrecherche kannst du dich aber garantiert durch das Programm wurschteln. Für den Einstieg eignet sich zum Beispiel das folgende Tutorial:

Wie entwickelt man eine iOS-App?

Auch Apple bietet eine eigene, kostenlose Entwicklungsumgebung an, mit der du eine iOS-App selbst programmieren kann. Die Funktionsweise von Xcode unterscheidet sich nicht großartig von anderen Programmier-Tools. Allerdings solltest du mit Objective-C und Swift vertraut sein, wenn du in Xcode schreiben möchtest.

Um Xcode zum Laufen zu bringen, musst du das Apple-eigene SDK (Software Development Kit) auf deinem Rechner installiert haben. Es funktioniert nur auf Apple-Geräten. Ein Apple-Rechner ist also Pflicht, wenn du lernen willst, iOS-Apps in Xcode zu programmieren, um diese auf deinem iPhone zu nutzen. Auf der Apple Developer-Seite findest du mehr Informationen dazu und eine gute Einführung in das Tool.

Apps entwickeln lernen: Tipps im Überblick

  • Wer lernen will, Apps zu programmieren, sollte bestenfalls bereits Vorkenntnisse in einer Programmiersprache Für Android-Apps ist das Java, für iOS-Apps Objective-C und Swift.
  • Willst du Apps auch ohne Vorkenntnisse programmieren, sind App-Baukästen eine gute Alternative.
  • Mit diesen kannst du dir aus einer großen Auswahl verschiedener Elemente deine eigene App zusammenbasteln. Sie lassen sich intuitiv bedienen, sind aber oftmals kostenpflichtig.
  • Google und Apple bieten mit Android Studio bzw. Xcode eigene Entwicklungsumgebungen an, mit denen du Apps selber programmieren kannst.
  • Vorkenntnisse in den jeweiligen Programmiersprachen sind für die Nutzung empfehlenswert.

Foto: ©Shutterstock/BEST-BACKGROUNDS

Antoine

Antoine jongliert täglich mit Zahlen und sorgt dafür, dass die Artikel auch bei Google gefunden werden. Ansonsten sieht er aus wie Prinz Harry.

Themen dieses Artikels
Redaktion Ratgeber Smartphone
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