Du willst unseren News-Alarm?
Yeah, kriegst Du! Trage hier Deine E-Mailadresse ein.

Super, das hat funktioniert!

Wir haben Dir eine E-Mail an die angegebene Adresse geschickt. Schau gleich nach und folge den Anweisungen in der E-Mail.

×
19. Oktober 2018

Der Goldfisch trägt Smartphone

Welche Macht haben das Smartphone und Social Media wirklich über uns und haben wir heute überhaupt noch eine Chance dagegen anzukämpfen?

Social Media Kritik Bild

Diese These hört sich ziemlich dramatisch an, ist sie auch – zumindest meiner Meinung nach. Für ein perfektes Instapic würden wir doch alles tun, oder nicht? Von Hals über Kopf aus einem Boot hängen über blankziehen, weil wir an Aufmerksamkeitsgeilheit nicht zu überbieten sind, bis hin zu stundenlangen, vergeblichen Versuchen selbst am Morgen, bis das „perfekte“ pic im Kasten ist. #geradeaufgestanden

Dieses kleine Ding, das sich Smartphone nennt, das wir überall hin mitnehmen – nicht mal auf dem stillen Örtchen können wir ohne sein ­–, lässt uns nur allzu gern unsere Erziehung vergessen. Dabei scheint es noch harmlos, wie ein Zombie mit dem Smartphone vor dem Gesicht durch die Gegend zu wackeln.

Denn wir werfen alles über Bord, was unsere Eltern uns so verzweifelt eingetrichtert haben. Und das in einer Geschwindigkeit, die einer Suchanfrage bei Google gleichkommt. „STOOOP! Keiner rührt sein Essen an!“  *Foto posten* Kurze Nebeninfo: Community = 50 Abonnenten #einbildungistaucheinebildung #20minutenspäter #essenistjetztauchkalt

Fakt: 100.000 Kinder und Jugendliche sind Handy süchtig

Eins ist klar: Keiner ist sicher. Selbst jemand wie ich, bei der ein Post alle zwei Monate das höchste der Gefühle ist, kann der Versuchung nicht wiederstehen, täglich zu checken, was andere so treiben. Der Reiz des stillen Beobachtens lässt selbst das grauste Mäuschen nicht grau. Jeder hat da natürlich seinen ganz persönlichen Favoriten. Team Insta, Snapchat oder doch Team facebook?

Aber jetzt zu den wirklichen Fakten, denn meckern kann ja jeder. Laut einer Studie sind 2,6 Prozent der 12- bis 17-Jährigen in Deutschland abhängig von ihrem Smartphone bzw. Social Media. In Zahlen ausgedrückt sind das 100.000 Kinder und Jugendliche, die Merkmale für eine Suchtkrankheit aufweisen.

Durchschnittlich verbringen Jugendliche drei Stunden pro Tag am Handy. Mindestens genauso schlimm ist, dass mein erster Gedanke war: Drei Stunden sind doch nicht viel, wenn es über den Tag verteilt geschieht. Ich meine, jeder weiß, wie schnell mal eben eine halbe Stunde auf Instagram weg ist.

Social Media bringt Egopush

Aber Achtung! Eine Sucht kann sogar zu einer Depression führen und zu einer ernsten gesundheitlichen Gefahr werden. Angeblich könne Social Media aber auch zur positiven Identitätsentwicklung beitragen und als Möglichkeit der eigenen Darstellung dienen.

Dennoch besteht die Gefahr, dass wir uns permanent mit anderen Menschen, Stars oder Influencern vergleichen und die Aktivitäten auf den Social Media Kanälen dazu führen, die Zeit nicht mehr sinnvoll zu nutzen, sondern unser Ego mit aller Macht in den Vordergrund zu stellen.

Zum Ende sollte man sich fragen, ob unser Handy denn wirklich so wenig Kontrolle über uns hat, wie wir uns immer einreden. Stellt das perfekte Instapic wirklich meinen Lebensinhalt dar oder möchte ich doch lieber den Moment genießen wie er kommt. (Das gilt natürlich nicht für Influencer, die so ihr unverschämt hohes Gehalt verdienen.)

Lebenspartner Smartphone?

Sind wir mal ehrlich: Wer hasst es nicht, wenn mitten in einer Unterhaltung plötzlich das Handy rausgeholt und erstmal Whats App gecheckt wird. Unsere Aufmerksamkeitsspanne gleicht der eines Goldfisches – das beweist sogar eine Studie.

Oder der Moment, in dem das Gefühl der Panik aufsteigt, weil das Handy unauffindbar ist. Dann ist es immer wieder erstaunlich, wie schnell wir eine Art sechsten Sinn entwickeln und Bäume ausreißen, um unseren heiligen Gral wieder zu bekommen. Die Welt geht unter, wenn es unauffindbar bleibt.

Da sich unsere Welt auf dem Smartphone abspielt, meinen wir ja auch, dass unser Handy unseren Lebensinhalt wiederspiegelt – mit seinem gewaltigen Inhalt. Sagt das nicht schon alles? Wissen wir eigentlich noch was Privatsphäre ist, geschweige denn, was sie bedeutet?

Accounts löschen? Muss doch nicht sein

Klar, Social Media ist nicht nur schlecht. Ich nutze es auch viel zu gerne, als dass ich meine Accounts löschen könnte oder möchte. Und ich stimme zu, dass es in gewisser Weise verbindet und uns mit seiner unglaublichen Reichweite weltweit vernetzt.

Ich finde nur, und das als 20-Jährige, dass es Überhand gewinnt und sich das Leben nun mal nicht im Internet abspielt. Und da stellen sich die supertollen Influencer mit ihrem supertollen Lifestyle nicht als große Hilfe dar.

Fazit: Wir sind der Technik ausgeliefert. Nur sollten wir darauf achten, dass unsere Aufmerksamkeitsspanne sich nicht zu der einer Fliege entwickelt und wir vielleicht auch ab und an mal mit offenen Augen durch‘s Leben gehen. Aber das ist nur meine Meinung.

Valentina

Gebürtige Süddeutsche, versucht sich am Schreiben und am Hochdeutsch. Begeistert sich für Apple und ist am glücklichsten, wenn‘s Schoki gibt.

Themen dieses Artikels
Valentina
Du willst alle aktuellen News per Mail? Dann trage dich in den NEWS-ALARM ein.

Mein Onlineservice

Änderungen und Anpassungen an Ihrem Tarif und Ihren Daten können Sie unkompliziert jederzeit über den Onlineservice durchführen.

Zum Onlineservice
  

Bestellhotline

040 34 8585 100

Mo - Fr08:00 - 20:00 Uhr
Sa09:00 - 17:30 Uhr

Service-Hotline

040 34 8585 300

Mo - Fr08:00 - 22:00 Uhr
Sa - So09:00 - 17:30 Uhr

040 34 8585 305

Mo - Fr08:00 - 20:00 Uhr
Sa09:00 - 17:30 Uhr
  

klarmobil.de auf facebook

facebook.com/klarmobilDE
  

klarmobil.de auf twitter

  

klarmobil.de auf youtube

youtube.de/klarmobilDE
  

klarmobil.de auf instagram

instagram.com/klarmobil.de