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20. September 2017

iPhone X: Animojis spalten die Masse

Apple hat das iPhone X vorgestellt und mit dabei sind animierte Emojis: Animojis. Diese sorgen für wilde Diskussionen.

Apple Animojis

Die Apple Keynote lief so vor sich hin und die Masse wartete gespannt auf die Präsentation des iPhone X. Im Grunde war die neue Apple Watch der heimliche Star, dennoch schauten alle nur auf das neuste iPhone: zehnter Geburtstag, große Innovationen ... Die Meinungen waren gemischt, als die Katze später den Sack verlassen hatte.

Neben dem Edge to Edge-Display blieben die Animojis irgendwie im Kopf hängen. Animojis? Das sind Emojis, die sich äquivalent zu euren Gesichtszügen – dank der Infrarot-Aufnahme – bewegen und eurer Sprachnachricht des gewisse Etwas mitgeben. So kann der Kackhaufen der lieben Mutti mitteilen, dass man doch ein wenig länger auf der Party gedenkt zu bleiben.

Nicht die Neuerfindung des Rads, aber eine ganz nette Spielerei. Das mag auch gruselig sein, bald in der S-Bahn eine Horde Pantomime zu sehen, aber viele Menschen äußerten sich in den sozialen Netzwerken bereits sehr positiv zu dieser Funktion. Erinnert bisher ein wenig an den Sack Reis in China, oder nicht? Doch weit gefehlt, wenn man sich in den Medien umschaut.

Apple und die Zwei-Klassen-Gesellschaft

Die Emojis der Superreichen“, heißt es zum Beispiel beim Blog des WDR. Natürlich werden diese Animojis nicht direkt der neue Hype, denn der Nutzer braucht das iPhone X und das ist teuer. Verbindung gecheckt? Aber mal im Ernst: Ich glaube nicht, dass wir in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft abrutschen, nur weil einige Nutzer ihre Emojis animieren können.

Ich überlege die ganze Zeit, ob das Satire ist. Spätestens bei der Schlussfolgerung, dass diese Animojis eine soziale Ungerechtigkeit mitbringen, bin ich zumindest nicht ganz sicher. Jede Neuerung bringt doch einen Fortschritt mit sich und ich werde mich sicher nicht in den Schlaf weinen, weil ich keinen animierten Kackhaufen versenden kann.

Süddeutsche kritisiert Gesichtserkennung

Nun denn, einen Schritt weiter geht man bei der Süddeutschen und spricht von einem „Sprung in düstere Vergangenheit“. Das muss man erst einmal auf sich wirken lassen. Wir sprechen hier im Grunde vom iPhone X als das personifizierte Böse. Dafür reicht es, durch Infrarot den Kopf zu vermessen - in Star Wars VII musste Kylo Ren für solch einen Status Han Solo töten.

In dem Kommentar schreibt Adrian Kreye von der Reise ins späte 19. Jahrhundert und vergleicht die Möglichkeit, sein Gesicht in ein Animoji zu verwandelt, als Reduzierung des Menschen auf die Physiognomie. Und diese war zu der Zeit „die pseudowissenschaftliche Basis für Abscheulichkeiten, Verfolgungen und Völkermorde.“

Die logische Kurve wird dahingehend geschlagen, dass Gesichtserkennung natürlich kein Patent aufseiten von Apple ist und diese in China zum Beispiel dafür genutzt werde, um Krankheiten zu erkennen oder sexuelle Orientierung bestimmen zu können. In Deutschland mag das kein Drama sein, doch dort, wo Homosexualität strafbar ist, demnach fatal.

Kritik am iPhone X gerechtfertigt?

Da hilft es nicht, dass Apple erklärte, die Daten würden auf dem Gerät gespeichert. Natürlich gilt das Vertrauen in einen Großkonzern als naiv, aber das Gegenteil ist in diesem Falle nicht bewiesen, hier geht es um Spekulation. Dass man die Gesichtserkennung einfach abschalten kann, wird in dem Kommentar mit dem Grundreflex der Bequemlichkeit ausgehebelt.

Als Fazit heißt es: „So wird das iPhone bald schon die Köpfe seiner Nutzer vermessen. Nichts anderes taten die Kolonialherren des 19. Jahrhunderts mit den von ihnen Eroberten. Damals war das die Kraniologie, die Schädelvermesserei. Heute nennt man es Innovation.“ Schon eine Hausnummer, wenn man genau hinsieht.

Animojis sind die Weiterentwicklung der Emojis – nicht mehr, nicht weniger. Man mag die Ansätze dieser Kritiken verstehen und kann auch darüber diskutieren. In spätestens drei Jahren sehen wir dann Will Smith wieder über die Leinwand rennen, nachdem er seiner Frau einen Animoji gesendet und ein kruder Algorithmus ihn als Staatsfeind Nummer 1 entdeckt hat.

Gunnar Social

Westfale im Norden. Begeistert von Smartphones, Gadgets und technischem Firlefanz. Liebt Ska, Social Media und Journalismus. Hat einen Blog und ist auch bei Twitter zu finden.

Themen dieses Artikels
Apple
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