Du willst unseren News-Alarm?
Yeah, kriegst Du! Trage hier Deine E-Mailadresse ein.

Super, das hat funktioniert!

Wir haben Dir eine E-Mail an die angegebene Adresse geschickt. Schau gleich nach und folge den Anweisungen in der E-Mail.

×
14. Februar 2018

Influencer-Marketing: Ein krankes Geschäft?

Influencer und Unternehmen könnten eine Traum-Ehe führen. Allerdings werden auf beiden Seiten exorbitante Fehler gemacht.

klartext Influencer-Marketing

Influencer könnte sicher das Unwort des Jahres sein. Auf der anderen Seite wählte eine Jury aus Sprachwissenschaftlern diesen Begriff zum Anglizismus des Jahres. Man merkt schon sehr früh, dass diese neuen Sternchen am Werbehimmel das große Potenzial haben, um zu polarisieren, die Massen zu spalten.

Was machen Influencer eigentlich? Sie haben einen YouTube-Kanal, sind auf Instagram aktiv, verfügen über einen gut laufenden Facebook-Kanal und im besten Fall bringen sie auch auf Twitter eine gute Reichweite mit. Diese Reichweite ist für Unternehmen äußerst attraktiv, denn über die Influencer lässt sich eine relevante Zielgruppe relativ authentisch erreichen – mit ein wenig Mühe und Sorgfalt.

Werbung muss authentisch sein

Und darum soll es auch gehen: Werbung muss authentisch sein, ansonsten macht es für beide Seiten keinen Sinn. Doch dazu kommen wir später noch. Eine Kooperation kann für beide Seiten Sinn machen, wenn sie gut gewählt ist. Dabei ist es unglaubwürdig, wenn ein großer YouTuber für mehrere Marken wirbt, die bestenfalls in Konkurrenz stehen.

Kollege Nico hat sich mit diesem Phänomen auseinandergesetzt, sich dabei mal Werbung in Podcasts angeschaut. Werbung ist unglaubwürdig, wenn zum Beispiel mit exklusiven Rabatt-Codes geworben wird, die es auf der Website des Herstellers für alle Kunden gibt. Und wenn man merkt, dass der Influencer keine Ahnung vom Produkt hat, ist es eher kontraproduktiv.

Wer sich mit der Materie beschäftigt, wird auch die Versuche von Coral und Milka bewundert haben. Jeder Leser kann selbst entscheiden, ob die Versuche authentisch sind und einen Mehrwert bieten. Bei einer Zusammenarbeit mit Influencern sollte es eben auch Werte geben, die im Mittelpunkt stehen und nicht plump auf Sales abzielen.

Influencer-Marketing bei Coral ....

Unternehmen sollten sich überlegen, ob sie wirklich nur das Thema Reichweite belegen wollen. Viele Influencer sind sich nicht zu schade, jede Koop einzugehen – immerhin bringt es Kohle und ein Zuwachs an Fans ist oft auch garantiert. Ab einer gewissen Größe ist die Glaubwürdigkeit ohnehin zu vernachlässigen und die Fans verzeihen alles.

Beim Unternehmen sieht das anders aus. Es wird auf eine gewisse Viralität spekuliert, aber die ist eben nicht dadurch zu erreichen, Influencer mit gewaltiger Reichweite zu verpflichten. Es geht mehr darum, sich einen Influencer sorgsam auszusuchen, im besten Falle zusammen mit ihm zu wachsen. So schafft man neben der Reichweite auch eine authentische Umgebung.

Milka und die Influencer

Eine Studie von Jung van Matt zeigte: Influencer sind durchaus an einer langfristigen Kooperation mit Marken interessiert. Auch wollen sie gerne Markenbotschafter sein und sich davon verabschieden, als reine Plakatwand missbraucht zu werden. Die eigene Content-Gestaltung steht ebenfalls hoch im Kurs, ist aber nicht immer förderlich.

Hier ein Beispiel dazu von Kale&Me aus Hamburg. Hier werden kaltgepresste Säfte angeboten und der Hersteller hat sich mit Luise Morgen auf eine Koop verständigt – mit 90.000 Followern nicht unattraktiv. Was kam heraus? Im Kühlschrank ist neben den Säften Bier und Red Bull zu sehen, dazu sind die Flaschen so schlecht drappiert, dass die Tür sich nicht mehr schließen lässt.

Kale&Me und seine Influencer

Aber egal: Diese Studie muss ohnehin differenziert betrachtet werden. Natürlich geht es den Bloggern, Vloggern und wie sie alle heißen auch um Kontinuität. Die jüngere Vergangenheit zeigt aber auch, dass gerade die heutige Jugend den Begriff Influencer als Traumberuf assoziiert. Da geht es um Klamotten, die gestellt werden und coole Drehs am Strand von der Trauminsel, die man sonst wahrscheinlich nur aus GZSZ kennen würde.

Und neben den Unternehmen, denen eine authentische Beziehung oft völlig wumpe ist, gibt es auch die Influencer, die nehmen, was sie bekommen können. Man muss seinen Fame und das hübsche Aussehen eben ausschlachten, so lange man dazu noch in der Lage ist. Auch hier gibt es einige interessante Beispiele.

Die Runde gemacht hat natürlich die Anfrage von Elle Darby. Die junge Engländerin ist auf Instagram und YouTube aktiv und dachte sich, den Fame könne sie locker und leicht in eine kostenlose Übernachtung umwandeln. Es soll vor dem Valentinstag nach Dublin gehen, aber ohne Kohle investieren zu wollen – sie könne das Hotel über ihre Kanäle ja empfehlen.

Influencer-Marketing macht so keinen Sinn

Schaut euch diesen wunderbaren Case mal an, denn daraus kann man auch viel lernen. Für manche Influencer scheint es komplett normal, sich so durch die Welt zu zocken. Nun kann man natürlich sagen, dass eine solche Anfrage ok ist. Sie würde ja auch Werbung für das Hotel machen und vielleicht haben beide Seiten was davon.

Aber es um einen anderen Punkt. Denn die Anfrage ist unverschämt und zeigt sehr gut, worum es geht. Sollte sie kostenlos übernachten können, gibt es positive Bewertung auf ihren Kanälen. Ob das Hotel gut oder schlecht ist, spielt keine Rolle. Es ist schlicht und ergreifend eine Verarsche ihrer Fans und dreht sich um ein kostenloses Liebeswochenende für die Influencerin.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Eine Kooperation zwischen Unternehmen und Influencer kann Sinn ergeben. Allerdings muss Arbeit investiert werden und es ist wichtig, dass alle Seiten profitieren: Fans, Influencer, Unternehmen. Darum ist es so wichtig, eine gute Recherche zu betreiben und eine Beziehung langsam sowie stetig wachsen zu lassen.

Copyright Titelbild: Elle Darby

Gunnar Social

Westfale im Norden. Begeistert von Smartphones, Gadgets und technischem Firlefanz. Liebt Ska, Social Media und Journalismus. Hat einen Blog und ist auch bei Twitter zu finden.

Themen dieses Artikels
Du willst alle aktuellen News per Mail? Dann trage dich in den NEWS-ALARM ein.

Mein Onlineservice

Änderungen und Anpassungen an Ihrem Tarif und Ihren Daten können Sie unkompliziert jederzeit über den Onlineservice durchführen.

Zum Onlineservice
  

Bestellhotline

040 34 8585 100

Mo - Fr08:00 - 20:00 Uhr
Sa09:00 - 17:30 Uhr

Service-Hotline

040 34 8585 300

Mo - Fr08:00 - 22:00 Uhr
Sa - So09:00 - 17:30 Uhr

040 34 8585 305

Mo - Fr08:00 - 20:00 Uhr
Sa09:00 - 17:30 Uhr
  

klarmobil.de auf facebook

facebook.com/klarmobilDE
  

klarmobil.de auf twitter

  

klarmobil.de auf youtube

youtube.de/klarmobilDE
  

klarmobil.de auf instagram

instagram.com/klarmobil.de