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17. April 2019

Influencer: Was stimmt mit euch nicht?

Zeiten ändern sich und Influencer sind die neuen Popstars. Schlimm nur, wenn sie sich auch so verhalten – eine Bestandsaufnahme.

Influencer: Fans als Währung?

Eigentlich bin ich es leid, zu diesem Thema etwas zu schreiben. Auf der anderen Seite machen es viele Influencer mir auch schwer und benehmen sich meiner Meinung nach dermaßen daneben, dass man nicht daran vorbei kommt, über sie zu berichten. Und um das auch zu erwähnen, mit dem Berufsstand des Influencers habe ich kein Problem, nur oft mit den Personen. 

Es gibt viele Internet-Sternchen, die ihre Berechtigung haben. Wo ich da meinen moralischen Kompass einnorde? In diesem Fall sprechen wir über Content, der auf verschiedenen Portalen veröffentlicht wird. An erster Stelle stehen zumeist Instagram und YouTube – das dürften wohl die beliebtesten Portale sein, auf denen Influencer sich rumtreiben.

Es gibt Tech-Nerds, die zum Beispiel Smartphones testen und ihre Meinung abgeben. Ich finde, solche Arrangements bieten einen Mehrwert, wenn das Gerät getestet wird und es im Fazit auch darum geht, Kritikpunkte anzusprechen. Das ist authentisch und darum soll es in Kooperationen zwischen Influencer und Marke auch gehen.

Beschwerde per Video 

Dann gibt es Foodblogger, die ihr Essen fotografieren und irgendwann eine Partnerschaft mit einem oder mehreren Unternehmen eingehen. Auch vollkommen ok, wenn man Produkte testet und seine Meinung dazu sagt. Schlimm wird es nur, wenn man merkt, dass grundsätzlich alles super toll ist – egal, um welches  Produkt es geht.

Schon schlagen wir den Bogen dahin, wo es nicht mehr darum geht, authentisch zu sein. Zuletzt hatte ich über die „Fake it till you make it“-Thematik geschrieben und nun ist es der gute Luca aka ConCrafter, der meine Aufmerksamkeit erregt hat. Um direkt meine Meinung zu sagen: Sein jüngstes Video hat mehr Fremdschäm-Potenzial, als die jede RTL 2 Sendung.

Im Grunde geht es darum, dass dieser Luca einen Abend kostenlos in einem Club verbringen wollte. Seine Anfrage stieß jedoch nicht auf Gegenliebe und der Clubbesitzer teilte recht deutlich mit, dass er an solch einem Arrangement kein Interesse habe. Daraufhin postete Luca jenes Video, in dem er sich über die Art und Weise beschwert.

Tipps an die Follower ohne zu testen 

Der 23-jährige Bielefelder wollte also zusammen mit Freunden Party machen. Da er schon ein Buch geschrieben und mehrere Social Kanäle hat, stellt ihr euch vielleicht die Frage, ob er überhaupt noch für seine Getränke etc. bezahlen muss. Natürlich nicht, wenn man ja im Gegenzug Werbung machen kann.

Hier mein erster Punkt, an dem ich ansetzen möchte. Er schreibt also einen Clubbesitzer an und erfragt, ob er mit seinen Leuten nicht auf lau reinkommen, sich im VIP-Bereich positionieren und Getränke kostenlos dazu bekommen kann. Im Gegenzug würde er ein paar Postings machen und den Laden seinen zahlreichen Fans und Followern empfehlen.

Findet ihr nicht bedenklich? Ich schon. Daran sieht man wunderbar, wie das Geschäft läuft. Denn es geht nicht darum, den Followern einen Tipp zu geben oder auf Augenhöhe zu kommunizieren. Es geht darum, nichts bezahlen zu müssen. Seine Währung sind die Fans, die seinen Bar-Tipp schon vor dem eigentlichen Besuch bekommen. Ob es wirklich gut war? Who cares.

Frauen müssen sich schminken? 

Schaut euch das mehr als peinliche Video mal an. Mal ganz abgesehen von der unfassbar bitteren Art und Weise des verbalen Ausdrucks und Aussagen wie, dass normale Mädchen sich daheim schminken, zeigt es ganz gut, worum es geht. Er fühlt sich als Star, der mehr Rechte haben sollte, als das Fußvolk.

Andere Bars würden ihn nämlich an der Schlange vorbeilotsen und er könne in den VIP-Bereich. Der Clubbesitzer, dem sein Video gilt, antwortet allerdings nur recht trocken, dass die Bar auch ohne seine Postings gut laufen würde. Und mit solch einer Antwort kommt Herr Luca als VIP nicht so ganz zurecht.

Somit bescheinigt er dem Ladenbesitzer eine unfassbare Arroganz, ohne zu merken, dass die eigenen Aussagen das Problem sind. Denn die Frage, ob er nicht 150 Euro auf der Tasche hätte und seine Getränke selber bezahlen könne, ist durchaus legitim. Sind wir ehrlich, es geht nicht um Kontakte, Kooperationen oder was auch immer.

Fans werden als Währung missbraucht 

Dem Luca geht es darum, keine Kohle ausgeben zu müssen. Ist Spekulation? Klar. Aber wo kommt die her? Ich schrieb es bereits und muss mich wiederholen. Er nutzt seine Fans als Währung. Ob der Club gut oder schlecht ist, ist ihm egal. Er macht die Postings, um etwas kostenlos zu bekommen und nicht warten zu müssen.

Sind wir mal ehrlich: Das ist ein unfassbar arrogantes Verhalten und alles, was er im Video anprangert, ist einfach peinlich und bitter. Natürlich können Kooperationen gut sein. Nur möchte ich als Unternehmen oder Club oder was auch immer einen Influencer haben, der authentisch ist und nicht bei jedem Cent anfängt zu sabbern.

Natürlich ist das nur meine Meinung. Ist es verwerflich, jeden Cent aus seiner Prominenz zu pressen? Da kann man geteilter Meinung sein. Wenn Luca wirklich eine Koop hätte haben wollen, wäre er in den Club gegangen, hätte seine Getränke bezahlt und bei Gefallen im Nachhinein mit dem Besitzer darüber gesprochen, ob man nicht was zusammen machen kann.

Gunnar

Westfale im Norden. Begeistert von Smartphones, Gadgets und technischem Firlefanz. Liebt Ska, Social Media und Journalismus. Ist bei Twitter zu finden und nebenbei Buchautor.

Themen dieses Artikels
Gunnar Social
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