Du willst unseren News-Alarm?
Yeah, kriegst Du! Trage hier Deine E-Mailadresse ein.

Super, das hat funktioniert!

Wir haben Dir eine E-Mail an die angegebene Adresse geschickt. Schau gleich nach und folge den Anweisungen in der E-Mail.

×
24. Mai 2019

Huawei: Der Stand der Dinge

Huawei-Geräte sollen angeblich bald nicht mehr mit Updates unterstützt werden. Caschy bringt euch auf den neuesten Stand.

Caschy über den Streit zwischen den USA und Huawei

Es könnten große Änderungen auf den Smartphonemarkt zukommen. Huawei ist mittlerweile, gemessen an der Anzahl der verkauften Smartphones, der zweitgrößte Hersteller weltweit, hat in den letzten Jahren ein spektakuläres Wachstum an den Tag gelegt. Das hat man den sehr guten und teilweise auch sehr günstigen Smartphones zu verdanken. Genau diese werden für Huawei aber jetzt zum großen Problem.

Es wird nämlich politisch. Die USA haben mit China schon immer problematische Handelsbeziehungen. Mit der aktuellen Regierung der USA spitzt sich das zu, sodass gerne einmal einzelne Firmen herausgepickt werden, die mit Sanktionen belegt werden.

Letztes Jahr hat es zum Beispiel ZTE getroffen, das Unternehmen musste zwischenzeitlich sogar seine Geschäfte komplett auf Eis legen, bis eine Einigung gefunden wurde.

Huawei: Darum geht es

Bei Huawei ist es aber etwas spezieller, seit längerer Zeit versuchen die USA Huawei aus dem 5G-Geschäft zu verdrängen, fordern andere Länder auf, Huawei schlichtweg zu verbieten.

Es werden immer wieder Vorwürfe laut, Huawei arbeite für die chinesische Regierung und versorgt diese mit Hintertüren in der Technik. Beweise? Außer den Anschuldigungen gibt es da bisher nichts.

Das jetzige Handelsembargo wird mit der Umgehung von Finanzsanktionen gegen den Iran begründet, hat also nichts mit dem Thema Spionage zu tun. Dafür trifft es Huawei umso härter, nahezu täglich gibt es neue Hiobsbotschaften. Der größte Knall kam aber direkt zum Bekanntwerden der Sanktionen.

Google entzieht Huawei die Lizenz

Google musste Huawei die Android-Lizenz entziehen. Theoretisch würde dies bedeuten, dass Huawei von jetzt auf gleich kein Android mehr in seinen Smartphones verwenden darf.

Zwar gibt es das Android Open Source Project (AOSP), das jeder nutzen kann, die meisten Hersteller verwenden aber die Android-Lizenzierung, um auch Dienste wie Google Maps, Gmail oder andere anbieten zu können.

Huawei und der Streit mit den USA

Ebenfalls wurde durch die Zusammenarbeit mit Google dafür gesorgt, dass Updates zeitnah zur Verfügung stehen konnten. Das ist mit den jetzt verhängten Sanktionen nicht mehr möglich.

Immerhin, mittlerweile wurde für 90 Tage eine Ausnahmegenehmigung erteilt, sodass für die nächsten drei Monate volle Software-Unterstützung gewährleistet ist.

Huawei mit eigenem Betriebssystem?

Huawei arbeitet indes schon länger an einem eigenen System für Smartphones, das auch Android-Apps unterstützen wird. Da EMUI schon eine starke Anpassung von Android ist, kann es sogar sein, dass der Nutzer gar keinen großen Unterschied spüren wird.

Aber das ist reine Spekulation, denn das System soll noch mindestens bis Herbst auf sich warten lassen, wahrscheinlicher ist sogar eine Fertigstellung erst nächstes Jahr.

Das System ist aber nicht Huaweis einziges Problem, auch die Hardware muss irgendwo her kommen. Eine Zusammenarbeit mit Qualcomm ist nicht mehr möglich.

Das könnte man theoretisch abfangen, denn man hat mit HiSilicon einen eigenen Chip-Produzenten, der schon die SoCs für Huawei-Smartphones fertigt. Das riesige Problem, das sich hier aber auftut: ARM.

ARM will keine Zusamenarbeit mit Huawei

ARM ist eine britische Firma, die 2015 von Softbank (Japan) übernommen wurde. Diese Firma erstellt Chip-Designs und lizenziert sie an Hersteller, die dann eigene Prozessoren auf ARM-Basis fertigen können.

Apple macht das mit seinen iPhone SoCs, Qualcomm basiert auf ARM und eben auch die Chips von HiSilicon. ARM hat seine Mitarbeiter nun wissen lassen, dass sie nicht mehr mit Huawei zusammenarbeiten.

Als britische Firma, die nun in japanischer Hand ist, klingt das kurios. Begründet wird dies aber damit, dass ARM-Designs auf Ursprüngen in den USA basieren. Letztendlich ist der Grund aber auch egal, die Auswirkung jedoch fatal. Immerhin sind an dieser Stelle keine bereits entwickelten Prozessoren betroffen.

Das heißt für Huawei, man kann weiterhin den Kirin 980 anbieten und auch der noch nicht vorgestellte, aber bereits fertiggestellte, Kirin 985 sollte davon nicht betroffen sein. Danach wird es aber finster, an ARM kommt man im mobilen Bereich quasi nicht vorbei.

Smartphones, Laptops und Cloud-Dienste

Während Smartphones das Kerngeschäft im Consumer-Bereich darstellen, verdient Huawei auch Geld mit dem Verkauf von Laptops oder Cloud-Diensten. Die Sanktionen treffen auch diese Bereiche hart. Von Intel gibt es keine Prozessoren mehr. Und von Microsoft keine Windows-Lizenzen. Logischerweise werden – in den USA – auch keine Laptops mehr verkauft.

Das Ding ist, was eigentlich China treffen soll, kann für Konsumenten weltweit zum Problem werden. Huawei wird durch diese Sanktionen praktisch komplett handlungsunfähig gemacht. Die Frage ist nun, wie das Ganze weitergeht. Bei ZTE war es letztes Jahr so, dass nach rund 3 Monaten eine Einigung da war.

Und irgendwie ist es auch schwer vorstellbar, dass China und die USA sich nicht doch noch irgendwie einig werden, denn man muss auch einmal die andere Seite sehen. Die amerikanischen Firmen würden mit Huawei eben einen Partner verlieren, der für große Stückzahlen sorgt, das muss man sich auch erst einmal leisten können.

Nach aktuellem Stand sieht es aber nicht gut aus. Lediglich Android-Updates sind für drei Monate in trockenen Tüchern, beim Rest wird man sehen, wie sich das entwickelt. Auf jeden Fall ist dieser Schwung mit der politischen Keule ein starker Wirkungstreffer für die gesamte Tech-Welt.

 

Themen dieses Artikels
Caschy Huawei
Du willst alle aktuellen News per Mail? Dann trage dich in den NEWS-ALARM ein.

Mein Onlineservice

Änderungen und Anpassungen an Ihrem Tarif und Ihren Daten können Sie unkompliziert jederzeit über den Onlineservice durchführen.

Zum Onlineservice
  

Bestellhotline

040 34 8585 100

Mo - Fr08:00 - 20:00 Uhr
Sa09:00 - 17:30 Uhr

Service-Hotline

040 34 8585 300

Mo - Fr08:00 - 22:00 Uhr
Sa - So09:00 - 17:30 Uhr

040 34 8585 305

Mo - Fr08:00 - 20:00 Uhr
Sa09:00 - 17:30 Uhr
  

klarmobil.de auf facebook

facebook.com/klarmobilDE
  

klarmobil.de auf twitter

  

klarmobil.de auf youtube

youtube.de/klarmobilDE
  

klarmobil.de auf instagram

instagram.com/klarmobil.de