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14. November 2018

Das Netz steht am Scheideweg

Tim Berners-Lee erfand einst das World Wide Web, nun sieht er sein Lebenswerk bedroht. Frage: Wie kaputt ist das Netz wirklich?

Ist das Netz kaputt? Eine Meinung

Heute geht es um das Internet mit all seinen Facetten. Für mich war es eine einschneidende Erfahrung, als die erste Mailadresse eingerichtet wurde, man plötzlich sämtliche Informationen per Klick bekam und nicht mehr an Öffnungszeiten von Geschäften gebunden war. Später kam das Social Web dazu und die Möglichkeiten sind nun unbegrenzt.

Inzwischen arbeite ich auch noch in diesem Bereich und genieße natürlich den Austausch mit Menschen, die meine Artikel lesen und den Blog besuchen. Dennoch hat sich bei mir eine gewisse Frustration eingestellt, denn zu der potenziellen Steigerung der Möglichkeiten ist das Erinnern an die gute Kinderstube rasant in den Keller gewandert.

Berners-Lee sieht es ähnlich und erklärte gegenüber Politico: „Vor ein paar Jahren habe ich festgestellt, dass sich das Verhalten massiv geändert hat. Man kann leider nicht davon ausgehen, dass Vernetzung gleichbedeutend mit Verständigung ist.“ Ein Schritt in die richtige Richtung soll mit der Kampagne #ForTheWeb eingeleitet werden.

Das Web braucht einen Vertrag  

Grob gesagt sollen Unternehmen und Nutzer für ein besseres Web sorgen. Startschuss soll im Mai 2019 sein, wenn mehr als die Hälfte der Menschen einen Online-Zugang haben wird. In seinem Aufruf erklärt er: „Wir brauchen einen neuen Vertrag für das Web, der klare Verantwortlichkeiten für die beinhaltet, die die Macht haben, es besser zu machen.“

Das mag ja ein guter Ansatz sein, aber es krankt an vielen Stellen und ich glaube nicht, dass sich auf lange Sicht wirklich viel ändern wird. Berners-Lee geht es zum Beispiel auch darum, das Internet bezahlbar zu halten und die Privatsphäre sowie persönliche Daten zu schützen. Das ist natürlich wichtig, aber mein Punkt fängt im Grunde woanders an.

Natürlich ist es sehr wünschenswert, die Welt mehr zu vernetzen und allen Menschen den Zugang zu gewähren. Dabei muss auch darauf geachtet werden, eine gewisse Regulierung einzuführen. Wir leiden inzwischen unter massiver Verbreitung von Fake-News und die Auswirkungen sind meist erst im Nachhinein spürbar.

Internet als rechtsfreier Raum? 

Wie soll man das regulieren? Es geht um Macht, Geld und Einfluss. Ob es das Internet, die Natur oder die politischen Ströme sind, der eigene Vorteil steuert das Handeln gerade bei denen, die viel haben und dadurch auch viel zu verlieren fürchten. Ich habe da ehrlich gesagt wenig Hoffnung auf eine Besserung – aber hey, vielleicht irre ich mich auch.

Für mich sind es die kleinen Dinge, die im täglichen Arbeiten stören. Das Internet ist eine Art rechtsfreier Raum, in dem Trolle und Idioten meinen, sich frei bewegen und handeln zu können. Alle Community Manager, die nicht unbedingt bei Love-Brands arbeiten, werden wissen, was ich meine.

Da reicht es schon, eine Werbeanzeige zu schalten, um Mr. Hyde aus der Versenkung zu holen. Klar, Unternehmen bieten den Service auch im Netz an und das sorgt zumeist für eine schnelle Bearbeitung. Natürlich werden Kanäle wie Instagram oder Facebook auch dazu genutzt, um möglichst viele Leute zu erreichen – so finanzieren sich die Plattformen.

Beleidigungen als Normalität 

Das mag nicht jedem Nutzer im Social Web gefallen, sorgt aber immerhin für eine kostenfreie Nutzung. Und natürlich darf man sich beschweren, wenn es Probleme gibt. Ich habe auch schon die Post/DHL bei Facebook kontaktiert. Mal war Happy Socks, weil die Lieferung nicht ankam. Gehört dazu und dafür gibt es den Service.

Interaktion ist wichtig und für den Kunden ist es eine gute Erfahrung, wenn kompetente Hilfe angeboten wird. Auch die Unternehmen profitieren von Nutzern, die auf Fehler hinweisen – nur so kann man sich verbessern. Aber was ist in den letzten Jahren eigentlich so passiert? Kommt es nur mir so vor, oder ist die Hemmschwelle extrem gesunken?

Hass-Kommentar auf Facebook

Ich meine, als Unternehmen ist man zum Freiwild auserkoren. Dass da normale Menschen angegriffen werden, die im Zweifel versuchen, einen guten Service anzubieten, wird schnell vergessen. Man sollte Kommentare nicht persönlich nehmen, doch stört es mich schon gewaltig, wenn ich diese geistigen Ergüsse lesen und beantworten muss.

Strategie: Spiegel vorhalten 

Frage ist doch, was schreibt man auf eine zünftige Beleidigung? Ich halte es nach dem Motto: „Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus.“ Das Spannende dabei ist, dass die Leute dann schwer geschockt reagieren. Als Unternehmen dürfe man ja nicht so antworten. Im Ernst? Man darf beleidigt werden, aber keinen Konter fahren?

Dr. Oetker Community Management

Mir kommt es so vor, als ob die gute Kinderstube vergessen wird, sobald man sich in sein Profil eingeloggt hat. Am besten noch ein Pseudonym verwenden, damit man bloß nicht erkannt wird. Die Welt hat es vorgemacht und auch, wenn ich Dr. Oetker als Marke verachte, das Community Management ist phantastisch

Ich werde die Welt kaum besser machen können, wenn ich die ganzen Trolle und Pöbler mit eigenen Waffen attackiere. Natürlich muss man vor der eigenen Türe kehren und sich der Kritik annehmen. Aber tut mir einen Gefallen: Bleibt freundlich, denn der Mensch, den ihr attackiert, kann in den meisten Fällen nichts für euren Frust und möchte euch nur helfen.

Gunnar Social

Westfale im Norden. Begeistert von Smartphones, Gadgets und technischem Firlefanz. Liebt Ska, Social Media und Journalismus. Hat einen Blog und ist auch bei Twitter zu finden.

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Gunnar Social
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