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19. April 2018

Volocopter: Flugtaxis in Deutschland?

Flugtaxis? Es gibt neue Pläne für diese Art der Beförderung – hier bei uns in Deutschland.

Caschy über Flugtaxis

Flugtaxis – seit ein paar Wochen in aller Munde, denn die Staatsministerin im Kanzleramt für Digitalisierung, Dorothee Bär, findet die Idee der fliegenden Personentransportmittel ganz toll und möchte so etwas auch in Deutschland sehen.

Dafür erntete sie erst einmal Spott und auch wenn das hier jetzt keine politische Diskussion werden soll, das ist genau das, was Deutschland in den letzten Jahrzehnten technisch gefehlt hat: Ein mutiger Weitblick.

Flugtaxis: Mehr als nur "Die Jetsons"?

Flugtaxis, das klingt erst einmal nach einer Folge der Jetsons, einer alten Comic-Serie, die uns vor vielen Jahren einen Ausblick auf die Zukunft geben sollte. Aber Flugtaxis sind auch ganz real, verschiedene Projekte sind bereits unterschiedlich fortgeschritten.

Letztes Jahr hat zum Beispiel Lilium mit seinem senkrecht startenden Flugobjekt in Bayern für Aufsehen gesorgt. Und nun kommt Volocopter, die direkt ein Flugtaxi-System in Deutschland aufbauen möchten.

Komplettes Ökosystem angestrebt

Ein Volocopter basiert dabei auf Multicopter-Technologie und kann zwei Personen von A nach B bringen, in einem Umkreis von 27 Kilometern.

Dabei kümmert sich Volocopter aber nicht nur um die Fluggeräte selbst, sondern möchte ein komplettes Ökosystem für urbane Lufttaxidienste entwickeln, wie Florian Reuter, Geschäftsführer der Volocopter GmbH erklärt:

„Wir arbeiten am ganzen Ökosystem, denn wir wollen urbane Lufttaxidienste auf der ganzen Welt etablieren. Das beinhaltet die physische sowie die digitale Infrastruktur, um das gesamte System zu verwalten.“

Volo-Hubs und Volo-Ports

Zu so einem System gehören natürlich nicht nur die Fluggeräte selbst, sondern auch entsprechende Start- und Landeplätze sowie Auflademöglichkeiten. Hier unterscheidet Volocopter zwischen sogenannten Volo-Hubs und Volo-Ports.

Volo-Hubs sind sowohl mit Lade- als auch mit Parkmöglichkeiten für die Volocopter ausgestattet, an diesen Stellen können die Flugtaxis alle 30 Sekunden starten und landen. Erinnern sollen sie an Gondelstationen.

Volo-Ports hingegen erinnern an Landeplätze für Hubschrauber und jene sollen sich auch einfach als Volo-Port umrüsten lassen. Denkbar sind diese Volo-Ports zum Beispiel an Bahnhöfen, Hotels oder auch Firmengebäuden, also überall da, wo man heute auch Landeplätze für Helikopter findet.

Volocopter setzen auf Elektroantrieb

Die Volocopter selbst sind dank Elektroantrieb emissionsfrei unterwegs und auch eine Lärmbelästigung soll es nicht geben. So seien die Rotorengeräsuche der Volocopter ab einer Flughöhe von 100 Metern bei einem üblichen Stadtgeräuschpegel nicht wahrnehmbar.

Preislich soll Volocopter auch einmal attraktiv werden, sich bei voll ausgebauter Infrastruktur nicht teurer durch die Gegend bewegen als heute ein Taxi. In Sachen möglicher Passagierzahlen braucht sich Volocopter indes nicht zu verstecken.

Bereits mit einer einzigen Punkt-zu-Punkt-Verbindung sollen sich 10.000 Personen pro Tag befördern lassen. Bei entsprechend mehr Ports und Hubs soll dann eine Beförderungskapazität von 100.000 Passagieren pro Stunde ermöglicht werden.

Kein Zeitplan für die Flugtaxis

Einen konkreten Zeitplan gibt es für Volocopter nicht. Es ist ja auch nicht so, dass ein Unternehmen einfach so daherkommen und den Luftraum mit fliegenden Taxis befüllen kann.

Da müssen viele Faktoren zusammenspielen. In der Politik ebenso wie in der Gesellschaft. So etwas lässt sich nur verwirklichen, wenn auch die Rahmenbedingungen passen. Das ist in Deutschland leider nicht immer der Fall.

Oftmals ist das auch sehr gut und bewahrt uns vor teuren Flops, aber insgesamt kommt man so halt nicht vorwärts, sondern rennt immer hinterher.

Flugtaxis: Autonom, leise, sicher

Deutschland als Vorreiter?

Deutschland möchte in 20 Jahren sicher nicht das Land sein, das Personen immer noch mit einem stinkenden Diesel-Taxi durch verstopfte Städte befördert, da muss man eben auch einmal ein bisschen weiter denken als nächstes Jahr.

In Sachen Volocopter kann man sich eigentlich nur wünschen, dass dies in irgendeiner Form realisiert wird. Die Technik schreitet auch in diesem Bereich rasant voran, warum also nicht einmal Deutschland zu einer führenden Tech-Nation machen.

Übrigens als nette Anekdote zur aktuellen Regierung: In Bayern soll in den nächsten 10 Jahren auch eine Hyperloop-Referenzstrecke entstehen. Die Hochgeschwindigkeitstunnel können dann Beförderungen mit Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 km/h realisieren, ebenfalls etwas, das unsere Straßen langfristig entlasten könnte.

Vielleicht sehen wir irgendwann sogar, dass die Jetsons nicht einfach nur eine Comic-Serie waren, sondern tatsächlich einen Blick auf die Zukunft gegeben haben. Auf jeden Fall sollte man solche Dinge nicht immer voreilig als "ist doch gar nicht nötig" abtun, sondern mal weiter schauen, nicht nur bis morgen, ruhig auch einmal bis übermorgen.

Caschy

Dortmunder im Norden. Blogger, Freund gepflegter Technik, BVB-Maniac. Auch zu finden bei Twitter, Google+ , Facebook, XING und youtube

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