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10. August 2017

Fast Food und Hightech

KFC hat es vorgemacht: Als Fast Food Gigant muss man sich digitalisieren – mic Insides beleuchten den Trend.

mic Insides

Mitte Juli war das Internet in Aufruhr. KFC hatte sich zu seinem 30-jährigen Bestehen in China mit Huawei zusammen getan um ein eigenes, limitiertes Smartphone rauszubringen und die Medien waren begeistert.

In Deutschland wirkt der Gedanke befremdlich, dass sich um eine Fast Food Marke ein derartiger Kult aufbauen kann, dass Fans ein entsprechend gebrandetes Smartphone kaufen würden. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass kulturelle Unterschiede enorm sein können.

In Japan, einem Land, in dem es geschichtlich begründet keine Weihnachtstradition gibt, hat sich Kentucky Fried Chicken Anfang der 70er als der Anlaufpunkt für Weihnachtsessen etabliert.

Seitdem pilgern Millionen Japaner während der Weihnachtstage zu dem Fast Food Riesen, und spezielle Weihnachtsmenüs müssen schon Monate im Voraus reserviert werden.

Fast Food und Hightech

Entgegen einem weihnachtlichen Fried Chicken Menü, ist ein Smartphone aber schon eine Investition eines ganz anderen Formats. Dabei ist diese Promotion nur eine von mehreren, bei denen Fast Food und Hightech zusammenkommen.

Das Eingangsbild ist die KFC Gamer´s Box 2.0. Obwohl es ein CGI Bild ist, handelt es sich bei dem Produkt um kein Fake. KFC verlost in Indien gerade 10 dieser limitierten Boxen, die es auch nicht zu kaufen geben wird.

Während im Inneren frittiertes Hähnchen wartet, kann sich der Controller, der an der Box angebracht ist, per Bluetooth mit dem oben aufgelegten Smartphone verbinden und so für unzählige Stunden Spielspaß sorgen.

2016 überraschte die Kette seine indischen Kunden wiederum mit einer ebenfalls limitierten Box, die in ihrem Inneren eine Powerbank versteckt hielt. So konnten smartphonegebundene Digital Natives während ihrer Essenspause das Handy laden.

MacDonald's zieht nach

Aber nicht nur KFC findet solche Promotions spannend:


Auch die McDonald´s Boombox war nur an einem Tag in einer bestimmten Filiale in Kanada zu einer bestimmten Uhrzeit erhältlich. Ganz schön restriktiv dafür, wie viel Medienaufmerksamkeit diese Specials bekommen.

Aber die Häufung dieser Gimmicks zeigt auch, wie einfach und kostengünstig technische Entwicklungen geworden sind. Der virale Effekt dieser Produkte wiegt diese Kosten locker auf.

Viralität ist nicht national gebunden

Dazu kommt, dass die Viralität nicht national gebunden ist. Abgesehen von dem KFC Smartphone, das speziell auf die Nutzung in chinesischen KFCs ausgelegt ist, gibt es kaum kulturelle Verbindungen in den Produkten, die Nutzer in anderen Ländern nicht verstehen würden. Eine Powerbank ist überall nützlich, wo man ein Smartphone hat, ein Controller ist für jeden Gamer ein klares Signal.

Fast Food Riesen sind gut damit beraten, sich weiterhin mit technischen Gimmicks im Gespräch zu halten, denn sie versammeln in ihren Restaurants genau die Zielgruppe, die als Verstärker für den viralen Effekt dient.

Junge Menschen, bei denen man schon längst über die Generation Z sprechen kann, die virtuos mit Smartphones umgehen können und wissen, wie sie News reichweiteneffizient streuen können. 

Was ist der nächste Schritt?

Learning: Fast Food und Hightech werden wir noch häufiger Hand in Hand gehen sehen. Die Verbindung aus limitiertem Gimmick (starker Neuromarketing Trigger) und einer jungen Zielgruppe, die durch ihre globale Anbindung per Smartphone eine enorme Reichweitenwirkung in sich vereint, sind unheimlich starke Marketinginstrumente. Auf lange Sicht stellt sich eher die Frage, wann die ersten Gimmicks langweilig wirken und das Interesse daran wieder absinkt.

mic-Redaktion

Hier schreibt die Redaktion. Mal der und mal die. Geballte Technikkompetenz, leidenschaftliche Smartphone-User und erfahrene App-Tester. Alles aus erster Hand und am Puls der Zeit. 

Themen dieses Artikels

Smartphone
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