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24. Mai 2018

Facebook: Keine Antworten von Zuckerberg

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg äußerte sich vor dem EU-Parlament. Doch wer erwartet Antworten, wenn es keine direkten Fragen gibt?

Mark Zuckerberg sprach vor dem EU-Parlament

Facebook ist das größte Social Network der Welt. Das Angebot ist für die Nutzer kostenlos und finanziert sich über Werbeeinnahmen – das dürfte soweit klar sein. Fraglich ist, wie mit den Nutzerdaten umgegangen wird und hier ist Facebook in der letzten Zeit massiv in die Kritik geraten. Zeit also, um Mark Zuckerberg auf den Zahn zu fühlen.

Die Idee ist ja nicht schlecht. Die Politik sorgt sich um seine Bürger und während es in Bayern schon verschärfte Polizeigesetze gibt, um allen Einwohnen ein sorgenfreies Leben zu ermöglichen, müsste man ja auch mal bei Facebook nachfragen, wie sich im sozialen Netzwerk um die Nutzer gekümmert wird – ergibt Sinn.

Kein Frage-Antwort-Spiel

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint – und da haben die Verantwortlichen im Europaparlament keine gute Arbeit geleistet. Denn Mark Zuckerberg war zwar anwesend, musste aber nicht direkt auf eine Frage antworten. Da frage ich mich doch, warum er überhaupt eingeladen worden ist und was dieser Termin bringen sollte.

Alle Fragen, die im Verlaufe der Anhörung gestellt wurden, konnte der Facebook-Chef am Ende beantworten. Das gab ihm sehr viel Spielraum, um vage zu bleiben oder Antworten komplett auszulassen. "Die Grünen haben sechs konkrete Fragen gestellt, auf keine einzige haben wir eine Antwort bekommen“, sagte der Europaabgeordnete Sven Giegold NDR Info. 

WhatsApp teilt Daten mit Facebook

Mal ein Beispiel: Facebook sicherte sich vor einigen Jahren den Messenger WhatsApp und zahlte stolze 19 Milliarden Euro. Das wird Zuckerberg ja nicht aus Langeweile gemacht haben – einen Plan hatte er sicher im Hinterkopf. Dabei dürfte es um Telefonnummern gehen und um die Frage, welcher WhatsApp-Nutzer nicht auf Facebook unterwegs ist.

Nach EU-Recht ist die Weitergabe von Nutzerdaten aber nicht erlaubt und Facebook erklärte, dies auch nicht machen zu wollen. Auf Nachfrage der Grünen, ob Zuckerberg versprechen könne, sich an diese Aussage zu halten, gab es jedoch keine wirkliche Antwort. Und der aufmerksame Zuhörer wird daraus wohl seine eigenen Schlüsse ziehen. 

Dabei scheinen Informationen geteilt zu werden – bei WhatsApp heißt es dazu: „Derzeit teilt WhatsApp nur wenige Informationskategorien mit den Facebook-Unternehmen. Dazu gehören die Telefonnummer, die du bei der Registrierung für WhatsApp verifiziert hast, einige Geräteinformationen (...) und einige deiner Nutzungsinformationen (...).

Facebook und die Schattenprofile

Und ein weiterer Punkt kam zur Sprache, eine Antwort gab es allerdings nicht. Es ging um die Schattenprofile, die schon bei der Anhörung vor dem US-Kongress thematisiert wurden. Was ein Schattenprofil ist? Dabei geht es um User, die aktuell nicht bei Facebook angemeldet sind, sich aber im Facebook-Universum – wie WhatsApp – bewegen.

Facebook fällt es auf, wenn Nutzer zum Beispiel in einer Gruppe bei WhatsApp vernetzt sind, ein Mitglied aber keinen Facebook-Account hat. Dieses Mitglied bekommt nun ein Schattenprofil. In den USA wollte Zuckerberg sich dazu nicht äußern, und auf kritische Nachfrage vor dem EU-Parlament gab der Facebook-Chef erneut keine Antwort.

Wird Zuckerberg erneut befragt?

Wozu also dieser Termin? Im Vergleich zu der Anhörung vor dem US-Kongress schienen die anwesenden Politiker immerhin informiert zu sein. Aber mal im Ernst: Alle Beteiligten lasen ihre Fragen vor und Mark Zuckerberg hatte im Anschluss 20 Minuten Zeit, um sich die Sahnestücke rauszupicken und konnte nach Lust und Laune antworten. Was soll das?

Die Grünen-Politikerin Terry Reintke brachte es gegenüber dem Jetzt-Magazin gut auf den Punkt: „Es geht schließlich um Sicherheitsbedenken, um Datenschutz, um grundsätzliche Bürgerrechte. Das ist kein diplomatischer Handshake-Kaffeeklatsch.“ Ginge es nach ihr, müsste Zuckerberg erneut – unter schärferen Bedingungen – befragt werden.

Tja, wie geht es nun weiter? Wem das Facebook-Universum zu suspekt erscheint, könne sich ja ohnehin einfach abmelden – es dürfte aber schwer bis unmöglich sein, seine Spuren komplett zu löschen. Denn ob das überhaupt möglich ist, kann aktuell niemand beantworten. Dazu wollte Mark Zuckerberg nämlich auch nichts sagen.

Gunnar Social

Westfale im Norden. Begeistert von Smartphones, Gadgets und technischem Firlefanz. Liebt Ska, Social Media und Journalismus. Hat einen Blog und ist auch bei Twitter zu finden.

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