Du willst unseren News-Alarm?
Yeah, kriegst Du! Trage hier Deine E-Mailadresse ein.

Super, das hat funktioniert!

Wir haben Dir eine E-Mail an die angegebene Adresse geschickt. Schau gleich nach und folge den Anweisungen in der E-Mail.

×
19. Juli 2019

Elon Musk: Gehirn und Computer verschmelzen

Elon Musk kennen viele heute nur als Gründer von Tesla. Was er nun wieder ausheckt, scheint sehr kurios.

Neuralink

Elon Musk ist zweifelsohne einer der kontroversesten Typen, die die Tech-Welt hervorgebracht hat. Aber ihm verdanken wir zum Beispiel Dienste wie PayPal. Und ohne ihn würden keine Tesla auf den Straßen rollen – oder einer im Weltall umherschwirren. Ein Typ, der seine Fühler in viele Richtungen ausstreckt und dabei auch einmal aneckt.

Neuralink ist ein weiteres Start-Up, das 2017 von Musk gegründet wurde. Neuralink ist mehr im medizinischen Bereich angesiedelt, das Unternehmen möchte das menschliche Gehirn mit Computern verbinden. Was nach Science-Fiction klingt, hat einen recht praktischen Hintergrund.

Gesteuert werden sollen beispielsweise Prothesen. Aber auch Sehkraft könnte so wiedergewonnen werden. Oder die Hörkraft. Alles per Chip, der im Gehirn verdrahtet wird.

Neuralink ist noch in der Startphase 

Es gibt auch heute schon sogenannte Brain-Computer-Interfaces, allerdings sind diese sehr invasiv und verursachen Schäden in angrenzendem Hirngewebe. Die "Verdrahtung" durch Neuralink setzt auf Fäden, die zwischen 4 und 6 µm dick sind – ein Drittel der dünnsten menschlichen Haare. Diese Fäden werden mit einer Art Roboter-Nähmaschine eingesetzt.

Tests an Menschen würden noch eine Bohrung am Schädelknochen benötigen, langfristig soll hier aber ein Laser für kleine Löcher sorgen, durch die die Fäden dann eingeführt werden. So zumindest der theoretische Plan.

Denn allzu weit ist man bei Neuralink noch nicht. Man geht unter anderem bereits jetzt an die Öffentlichkeit, um zum einen die Zusammenarbeit mit externen Wissenschaftlern zu vereinfachen. Zum anderen nutzt man die öffentliche Vorstellung aber auch, um eventuell zusätzliches Personal zu erhalten.

Erfolgreiche Tests an Ratten 

Allerdings ist es auch nicht so, dass man noch gar nichts vorweisen kann, denn man hat das Verfahren bereits erfolgreich an Ratten getestet und konnte beeindruckende Datenmengen gewinnen.

Elon Musk will mit Neuralink das menschliche Gehirn und einen Computer vernetzen

Rund das fünfzehnfache von dem, was mit heutigen Methoden bestenfalls möglich ist, wurde übertragen – übrigens über einen USB-C-Port im Kopf der Ratte.

Das wird auch beim Menschen anfangs so sein, also dass es eine Schnittstelle gibt. Aber auch hier ist der langfristige Plan, dass die eingesetzten Fäden drahtlos kommunizieren und somit keine direkte Verbindung mehr mit externen Geräten nötig ist.

Wann kommen Tests mit Menschen? 

Kritische Stimmen gibt es aber auch. So fragen sich einige Wissenschaftler, wie die Fäden überhaupt einen längeren Zeitraum im Gehirn überstehen sollen. Die dort vorhandene salzige Flüssigkeit greift Materialien schnell an.

Außerdem warnen Wissenschaftler davor, dass sich die Ergebnisse von Ratten nicht automatisch auf den Menschen übertragen lässt. Insofern müsse die Methode erst an Menschen getestet werden, um über deren Erfolg zu entscheiden.

Elon Musk will mit Neuralink das menschliche Gehirn und einen Computer vernetzen

Das sind dann Dinge, die man bei Neuralink eben noch erforschen muss, als Partner hat man da beispielsweise die Stanford University und Wissenschaftler aus dem Bereich Neurochirurgie im Auge.

Während sich Neuralink erste Tests mit Menschen bereits nächstes Jahr vorstellen kann, wird es sicher noch eine ganze Weile dauern, bis das langfristige Ziel von Musk erreicht wird.

Aktuell noch viel Science Fiction 

Erst einmal benötigt Neuralink die Zulassung von der US Food and Drug Administration, um überhaupt klinische Tests durchführen zu können. Diese sollen so aussehen, dass Patienten ein 8 mm großes Loch in den Schädel gebohrt wird und Implantate eingesetzt werden, die dann die Kontrolle eines Computers per Gedanken ermöglichen.

Langfristig kann sich Musk eine Symbiose mit künstlicher Intelligenz vorstellen. Da die Methode lesen und schreiben kann, sollte zumindest theoretisch die Möglichkeit bestehen, Informationen mit Computern auszutauschen. Eine neue Sprache lernen? Vielleicht in Zukunft so einfach wie in der Sci-Fi-Story "Neuromancer", dort landen Sprachen per angedocktem Chip in den Menschen.

Musk erklärt aber auch, dass eine solche Symbiose mit künstlicher Intelligenz rein optional sein wird. Konkrete Anwendungen gibt es da sowieso noch nicht, insofern bleibt dieser Part zunächst noch Science-Fiction.

Aber laut Max Hodak, Vorsitzender von Neuralink, wird man in den nächsten 10 Jahren auf diesem Gebiet Dinge sehen, die man sich heute schwer vorstellen kann.

Die kommenden Jahre werden es zeigen 

Solange es sich bei diesen Dingen um gute handelt, hat da sicher keiner etwas dagegen. Aber bei allen Mensch-Maschine-Interaktionen, sei es einfach künstliche Intelligenz oder eben etwas fortgeschrittenes wie Brain-Computer-Interfaces, werden Ethik-Fragen aufgeworfen.

Wie weit kann man in welchem Bereich als Gesellschaft gehen, ohne Grenzen zu überschreiten? Oder muss man genau diese Grenzen überschreiten, um voranzukommen?

Neuralink ist auf jeden Fall eines der spannenderen Projekte von Musk. Ob es auch ein erfolgreiches wird, werden dann die kommenden Jahre zeigen. Dass Neuralink mit dem Projekt nun an die Öffentlichkeit gegangen ist, ist eigentlich ein gutes Zeichen, da man so nicht mehr isoliert arbeiten muss und in bester Space-X-Manier die nächste Stufe zünden kann.

Caschy

Dortmunder im Norden. Blogger, Freund gepflegter Technik, BVB-Maniac. Auch zu finden bei Twitter, Google+ , Facebook, XING und youtube

Themen dieses Artikels
Caschy
Du willst alle aktuellen News per Mail? Dann trage dich in den NEWS-ALARM ein.

Mein Onlineservice

Änderungen und Anpassungen an Ihrem Tarif und Ihren Daten können Sie unkompliziert jederzeit über den Onlineservice durchführen.

Zum Onlineservice
  

Bestellhotline

040 34 8585 100

Mo - Fr08:00 - 20:00 Uhr
Sa09:00 - 17:30 Uhr

Service-Hotline

040 34 8585 300

Mo - Fr08:00 - 22:00 Uhr
Sa - So09:00 - 17:30 Uhr

040 34 8585 305

Mo - Fr08:00 - 20:00 Uhr
Sa09:00 - 17:30 Uhr
  

klarmobil.de auf facebook

facebook.com/klarmobilDE
  

klarmobil.de auf twitter

  

klarmobil.de auf youtube

youtube.de/klarmobilDE
  

klarmobil.de auf instagram

instagram.com/klarmobil.de