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22. Januar 2019

10 Year Challenge als Datenanalyse?

Die 10 Year Challenge rast durch das Netz. Doch ist dieser Hype von Facebook gesteuert, um die Gesichtserkennung zu trainieren?

10 Year Challenge

Zugegeben, die 10 Year Challenge hat schon ein paar Tage auf dem Buckel. Auch ich habe sie mitbekommen, doch zunächst einfach ignoriert. Ich bin nicht so der ganz große Fan von Challenges und diesen Hypes, die man unbedingt mitmachen muss, wenn man zur hippen Gemeinde der Welt gehören will. Ich werde bei sowas schnell skeptisch.

Das fängt im Grunde schon damit an, dass ich Selfies nicht mag. Kennt ihr diese Leute, die bei jedem Treffen, Meeting oder was auch immer ein Selfie machen und dieses dann posten? Vielleicht bin ich zu alt dafür, aber für mich ist das nicht mehr als eine Zurschaustellung seines Egos – aber soll ja jeder machen, was er oder sie will.

So ist das auch mit dieser 10 Year Challenge und ich möchte niemandem die Teilnahme verbieten. Ich denke nur, man sollte kurz den Kopf anschalten und mal nachdenken. Ich bin nicht der einzige Mensch, der diese Challenge kritisch betrachtet und komme zu dem Schluss, dass es eine gute Gelegenheit für Facebook ist, an Daten zu kommen.

Facebook angeblich nicht der Urheber

Eine der Personen, die meiner Meinung ist, ist die Journalistin Kate O’Neill, die einen Artikel im Wired Magazin veröffentlicht hat. Sie schreibt, dass diese Memes Facebook dabei helfen, Informationen darüber zu bekommen, wie sich Gesichter im Laufe der Zeit verändern. Das trainiere den Algorithmus und diese Schlussfolgerung wirkt durchaus schlüssig.

Facebook erklärte auf Anfrage, dass man damit nichts zu tun habe und die Community sieht in ihren Ausführungen auch nicht mehr, als eine kleine Verschwörungstheorie – Facebook habe sowas gar nicht nötig. Ist dem wirklich so? Das ist die Frage. Aber schaden kann es sicher nicht und Informationen/ Daten sind eine starke Währung.

Somit liegt der Nutzen für Facebook auf der Hand, oder nicht? O‘Neill schreibt: „Es wäre doch hilfreich, ein einfaches und hilfreiches Set an Fotos von damals und heute zu haben.“ Und in dem Film Die üblichen Verdächtigen heißt es so schön: "Der größte Trick, den der Teufel je gebracht hat, war die Welt glauben zu lassen, es gäbe ihn gar nicht."

Datensätze bleiben verfügbar

Facebook besteht aus Algorithmen und was gibt es denn Schöneres, als zwei Gesichter analysieren zu können, die den Verlauf des Alters bei der Person zeigen. So kann die Gesichtserkennung prima trainiert werden und wir können heute noch gar nicht beurteilen, was genau die Auswirkungen sind, die uns in einigen Jahren einholen.

Wissen wir heute, wie solche Datensätze in 15 Jahren genutzt werden können? Nope, wissen wir nicht, wenn wir ehrlich zu uns selbst sind. Was wir wissen ist, dass diese Daten für immer im Web vorhanden sein werden und wenn man über den Tellerrand blickt, sollte man zumindest nachdenklich werden.

Der Kunde oder der Mensch ist schon nahezu aus Glas und man kann jetzt alles schlecht reden, doch das ist gar nicht meine Intention. In Zukunft möchte ich allerdings nicht von meinen Daten abhängig sein und über ein Social Score in allen Lebenslagen bewertet werden – wenn ein Ranking dann entscheidet, ob ich eine Wohnung bekomme.

Wie dem auch sei: Wer Spaß dran hat, soll an solchen Aktionen teilnehmen. Denkt nur vorher darüber nach, ob ihr diese Daten teilen wollt, denn sie verschwinden nicht mehr. Das gilt eben auch für Familienangehörige, die ihr auf Bildern postet oder vertaggt. Bleibt wachsam, schaltet den Kopf an und seid euch der möglichen Konsequenzen bewusst.

Gunnar

Westfale im Norden. Begeistert von Smartphones, Gadgets und technischem Firlefanz. Liebt Ska, Social Media und Journalismus. Ist bei Twitter zu finden und nebenbei Buchautor.

Themen dieses Artikels
Gunnar Social
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