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24. November 2017

Android One: Caschy über das neue Betriebssystem

Android One - schon einmal gehört? Nicht? Dann zeige ich euch mal eben, was es damit auf sich hat.

Caschys Blickwinkel Android One

Android ist das Betriebssystem, das auf einem Großteil der aktiven Smartphones zum Einsatz kommt. Laut den Marktforschern von Gartner betrug der weltweite Marktanteil im Sommer 2017 87,7 Prozent, neun von zehn Smartphones auf der Welt laufen demnach mit Android.

Android ist aber nicht gleich Android. Die Basis bildet das Android Open Source Project (AOSP), Hersteller können dies an ihre Geräte anpassen und sind dann auch für Updates verantwortlich.

Das Smartphone beherbergt heute sehr viele sensible Daten, seien es Kontakte, Bilder, persönliche Nachrichten, abgespeicherte Login-Informationen für Webseiten oder auch Zahlungsinformationen. Der stets verfügbare All-in-One-Begleiter ist deshalb auch ein gern gesehenes Ziel für Malware, die genau an diese Informationen heran möchte.

Sicherheit vs Gewinn 

Das Gute daran: Ist eine Lücke entdeckt, die einem Angreifer Zugang verschaffen könnte, wird diese in der Regel von Google geschlossen, bevor sie veröffentlicht wird.

Das fließt auch in das AOSP ein, theoretisch droht also nicht wirklich Gefahr. Praktisch aber schon, denn die Hersteller müssen diese Änderungen auch auf die Geräte bringen, die bereits verkauft sind.

Hier entsteht eine recht einfache Rechnung. Lohnt es sich für den Hersteller nicht, die Software extra für ein Gerät anzupassen - das Gerät ist schließlich bereits verkauft, der Maximalgewinn damit eingefahren -, gibt es eben auch keine Updates.

Dabei geht es nicht einmal so sehr um Feature-Updates wie neue Emojis oder Systemverbesserungen, sondern rein um Sicherheits-Updates, die dem Käufer teilweise vorenthalten werden.

Google reagiert

Dabei kann man nicht einmal sagen, dass die Update-Politik der Hersteller einzig am Preis oder an der Marke selbst auszumachen sind. Es gibt auch Hersteller, die ihre günstigen Geräte pflegen

Das vorher als Käufer allerdings zu wissen, ist ein Glücksspiel. Es gab auch schon Hersteller, die eine Update-Garantie gegeben haben und dann dennoch keine Updates verteilen.

Google ist sich dieses Problems sehr bewusst, das Unternehmen versucht seit Jahren, den Update-Prozess einfacher zu gestalten, damit Hersteller die Updates auch verteilen. Das funktioniert nicht so richtig, weshalb Google Android One ins Leben gerufen hat.

Reines Android für schnelle Updates 

Android One ist quasi ein nacktes Android, direkt von Google. Es kommt in der Regel auf günstigen Geräten zum Einsatz, wie beispielsweise dem Xiaomi Mi A1 oder dem HTC U11 life. Der Vorteil: Google kann die Updates bereitstellen, die dann auch sofort nach Abnicken durch den Hersteller verteilt werden können.

Der muss nur noch Kleinigkeiten anpassen. Außerdem erhält der Kunde eine Garantie, diesmal aber durch Android One, nicht durch den Hersteller: 2 Jahre Feature-Updates, 3 Jahre Sicherheits-Updates.

Gerade die Sicherheits-Updates werden immer wichtiger, je mehr Informationen wir auf Smartphones speichern. Relativ unsinnig sind dabei diverse Apps, die einen genau davor schützen sollen. Unter Windows-Nutzern gibt es ja die bekannte Floskel, dass "brain.exe" der beste Schutz wäre - und da ist durchaus etwas dran.

Denn relativ sicher mit dem Smartphone ist derjenige unterwegs, der seine Apps aus offiziellen Quellen bezieht. Man hört zwar immer mal wieder Meldungen, dass es Malware auch bis in den Play Store schafft. Eine App, deren Angebot zu gut erscheint, um wahr zu sein? Finger weg. So einfach ist das eigentlich.

Android One garantiert Sicherheit 

Aber zurück zu Android One und den zeitnahen Updates. Für den Nutzer, der sich nicht weiter mit dem System seines Smartphones beschäftigt, ist dies die ideale Lösung, um auch über einen längeren Zeitraum ein aktuell gehaltenes Smartphone zu besitzen, ohne in Preisregionen vordringen zu müssen, die sich für ihn gar nicht wirklich lohnen.

Gleichzeitig kann der Anwender durch die Nutzung von Android One durchaus auch ein Signal an andere Hersteller schicken. Dennoch ist der größte Vorteil eben die garantierte Update-Sicherheit.

Man muss sich keinen Kopf machen, ob das Smartphone auch nach eineinhalb Jahren noch gepatcht wird, wenn wieder einmal eine riesige Lücke entdeckt wird.

Druckmittel für mehr Updates 

Auch kommen die Smartphones mit Android One ohne zusätzliche Aufsätze: kein Hersteller-Launcher, keine optischen Anpassungen, keine unnötige Software, die das System belastet. Android wie Android gedacht war.

Wer sich etwas tiefer mit Android beschäftigt, der kann auch ohne Hersteller-Updates ein aktuelles System auf dem Smartphone haben, Custom ROMs sei dank. Allerdings ist die Nutzung dieser ROMs für den Anwender, der sein Smartphone einfach nur nutzen möchte, nicht wirklich praktikabel.

Android One scheint aktuell die beste Möglichkeit zu sein, um dem Update-Wahnsinn bei Android zu entfliehen. Bleibt nur zu hoffen, dass es vom Kunden auch angenommen wird und mehr und mehr Hersteller auf "nacktes" Android setzen, dafür aber eben die Updates kommen.

Das gleiche Problem steht übrigens in Sachen Smart Home bevor. Gerade bei günstigen Geräten pfeifen die Hersteller auf Updates. Ist eine Lücke entdeckt, lebt man entweder mit der Gefahr angegriffen zu werden - oder man klemmt das Gerät ab. Schöne, neue Welt.

Caschy

Dortmunder im Norden. Blogger, Freund gepflegter Technik, BVB-Maniac. Auch zu finden bei Twitter, Google+ , Facebook, XING und youtube

Themen dieses Artikels
Google Android
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