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04. August 2016

Voyeurismus unter dem Deckmantel

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint: Das trifft auch auf die App „Achtung Pleite“ zu, die Voyeuristen begeistern dürfte.

Klartext 500

Wolltet ihr schon mal wissen, wer in eurer Nachbarschaft pleite ist? Fein, denn mit Achtung Pleite ist das nun möglich. Die App mit dem Pleitegeier als Logo ist im App Store für nur 2,99 Euro erhältlich. Als hilfreiche Anwendung getarnt, bedient sie ganz offen den Voyeurismus.

Praktisch, wenn man eine Party besucht und vor Langeweile nicht sicher ist, ob man heimlich eine Tüte Milch hinter das Sofa kippen, oder doch eher die Wände mit Rotwein verzieren soll. Einfach die App starten und nachschauen, wer von den Gästen insolvent ist.

Das läuft ganz einfach über die zuständigen Insolvenzgerichte, die diese Informationen – auch online – bereitstellen. Die App zieht sich die Daten und aktualisiert sie mehrfach täglich. Das ist natürlich praktisch für Geschäftsleute, um zu schauen, ob die Kunden solvent sind.

Partyspiel: Suche die Insolventen

„Wir haben Handwerker im Freundeskreis, die uns berichtet haben, wie hoch ihre Außenstände sind – so sind wir auf die Idee für die App gekommen“, so Gründer Ulrich Keil via Online Marketing Rockstars. Der Ansatz ist durchaus verständlich.

Der Geier als App-Logo macht die Marschrichtung allerdings deutlich, denn es geht – in meinen Augen zumindest – auch um Voyeurismus, den man sich bezahlen lässt. In der Datenbank sollen mehr als eine Million Privatpersonen und Unternehmen aufgelistet sein.

Diese sind ganz praktisch nach Name, Straßen, Orten, Stadtteilen und Postleitzahlen auffindbar. Da stelle ich mir die Frage, warum man eine so ausgefeilte Suche erstellt. Wenn ein Handwerker wissen will, ob der Kunde Geld hat, kann er es einfach online anfragen.

Datenschutz? Braucht kein Mensch

Diese App wirkt mehr wir eine Symbiose aus nützlicher Übersicht und dem knackigen Partyspaß. Mal eine kleine Stadtrallye machen: Wer findet mehr insolvente Personen. Leute, die man kennt, zählen doppelt. In meinen Augen ist diese App einfach widerlich.

Was den Datenschutz angeht, nimmt es Anbieter „DerKeiler“ zudem nicht so genau, wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet. „Bei der Benutzung der App sind mir bereits einige Unstimmigkeiten aufgefallen. Es scheint, dass mehr Daten zugänglich sind und gespeichert zu werden, als gesetzlich vorgesehen“, schreibt Rechtsanwalt Christian Solmecke.

Was auch passieren mag, die App schaffte schnell den Sprung auf Platz eins der App Charts, bei einem Preis von 2,99 Euro. Rege ich mich zu unrecht auf? Da mag man geteilter Meinung sein. Sich diese Art von modernem Voyeurismus + Verletzung des Datenschutzes auch noch entlohnen zu lassen, ist das Sahnehäubchen auf dem Eis der Sorte Ekelhaft.

Gunnar Social

Westfale im Norden. Begeistert von Smartphones, Gadgets und technischem Firlefanz. Liebt Ska, Social Media und Journalismus. Hat einen Blog und ist auch bei Twitter zu finden.

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