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05. Juni 2019

Huawei: Kein Marktführer bis Ende 2020?

Huawei hat es in den letzten Jahren geschafft, eine riesige Fangemeinde aufzubauen. Dann kam US-Präsident Trump und die Angst vor dem Absturz.

Huawei ändert seine Pläne

In Deutschland sind Apple und Samsung die Unternehmen, bei denen man sich umsieht, wenn das alte Smartphone den Geist aufgegeben hat. Das belegen die Zahlen, die mobilcom-debitel in einer repräsentativen Umfrage belegen konnte. Auch ohne Statistik kein großes Geheimnis, wenn man sich in der Bahn oder Fußgängerzone mal so umsieht.

Hersteller wie Sony, HTC, LG oder Nokia haben kaum relevante Zahlen zu präsentieren und es sah lange Zeit nicht danach aus, als ob sich an der Vorherrschaft etwas ändern würde. Selbst als OnePlus im Jahr 2014 einen Flagship-Killer auf den Markt warf, änderte sich wenig. Das Vertrauen in China-Handys ist ohnehin nicht gegeben.

Plötzlich kam Huawei um die Ecke und überzeugte eine enorme Käuferschaft von den eigenen Produkten. Woran das liegt, ist schwer zu beurteilen. Samsung leistete sich mit dem entflammbaren Akku beim Galaxy Note 7 einen großen Bock und Apple hat vielleicht eine Umdrehung zu viel an der Preisschraube getätigt.

 Huawei als Spielball zwischen den Fronten

Dazu überzeugt Huawei mit einem noch akzeptablen Preis bei sehr guter Qualität. Die Partnerschaft mit Leica hat auch nicht geschadet in einer Zeit, in der die Kamera wohl das wichtigste Feature bei einem Smartphone ist. Es hätte alles so schön sein können und man wollte Marktführer Ende 2020 werden – doch dann kam Donald J. Trump.

Huawei hat wenig falsch gemacht, muss sich nur andauernd den Vorwurf gefallen lassen, beim Ausbau von 5G spionieren zu wollen. Das behauptet zumindest Trump, der auf die Nähe Huaweis zum chinesischen Militär verweist. So machen die USA Stimmung gegen Huawei, die beim Ausbau in diversen Ländern ihre Finger mit im Spiel haben.

Dazu gibt es einen Handelskrieg zwischen den USA und China, der immer groteskere Ausmaße annimmt. Mittendrin sitzt also Huawei und wurde von den USA auf eine schwarze Liste gesetzt. Wer Technik an Huawei verkaufen will, muss eine Lizenz erwerben – die kann so natürlich leicht verweigert werden. Auch der britische Chip-Entwickler ARM will blockieren.

Verkaufszahlen werden wohl einbrechen 

Das alleine ist schon eine mittelschwere Katastrophe, denn neben den wichtigen Chips sind es Android-Dienste, die Huawei künftig verweigert werden könnten. Es sieht also nicht gut aus mit dem Plan, zum absoluten Marktführer auf dem Smartphone-Markt aufzusteigen. Dazu sei gesagt, dass Huawei nicht mehr ein Spielball zu sein scheint.

Sollten sich die USA und China einigen, ist es durchaus denkbar, dass Huawei wieder voll im Geschäft steht. Nur kann man sich bei Huawei nicht darauf verlassen und muss eigene Lösungen präsentieren. Das versucht man mit dem eigenen Betriebssystem Ark OS zumindest auf lange Sicht zu tun.

Nur gibt es inzwischen eine große Unsicherheit bei potenziellen Kunden und die Verkaufszahlen sind rückläufig. Bei Huawei hinterfragt man aktuell die ambitionierten Ziele, obwohl das erste Quartal 2019 noch mit einem Zuwachs von fünf Prozent endete. Das wird kaum zu halten sein, wenn man sich die jüngsten Entwicklungen ansieht.

Huawei muss die Lage genau sondieren 

Denn mit Foxconn fährt ein Zulieferer, laut eines Berichts der China Morning Post, seine komplette Produktionslinien runter. Huawei scheint also weniger Geräte zu bestellen, was zwangsläufig mit der Gesamtsituation zu tun hat. Ob dies nur temporär geschieht oder langfristig geplant ist, wird sich erst noch zeigen.

(Auf der anderen Seite hat Huawei gerade dementiert, dass weniger Geräte produziert werden. Fraglich allerdings, ob man eine Reduzierung öffentlich bestätigen würde.)

Huawei selbst befindet sich gerade in der Analyse-Phase und prüft verschiedene Möglichkeiten, wie mit der schwierigen Situation umgegangen wird. Kampflos wird man das Feld nicht überlassen, nur ist das Thema sehr komplex. Alleine in Europa wird kaum ein Kunde ein Smartphone kaufen, wenn nicht zum Beispiel WhatsApp genutzt werden kann.

Es sind diverse Kleinigkeiten, die man bei Huawei im Kontext betrachten muss. Natürlich steht die chinesische Regierung auch in der Pflicht, eine Einigung mit den USA zu vollziehen. Den Schwarzen Peter schiebt man allerdings den USA zu und erklärte, man sei bereit für Verhandlungen, sei jedoch auch bereit zu kämpfen.

Was bedeutet das für die Kunden von Huawei? Grundsätzlich funktionieren die Geräte einwandfrei. Alle aktuellen Smartphones werden auch in Zukunft funktionieren, im Zweifel nur keine Updates erhalten. Da auch China nicht ohne Druckmittel agiert, wäre es nur logisch, wenn sich beide Regierungen irgendwann einig werden und der Kunde profitiert.

Gunnar

Westfale im Norden. Begeistert von Smartphones, Gadgets und technischem Firlefanz. Liebt Ska, Social Media und Journalismus. Ist bei Twitter zu finden und nebenbei Buchautor.

Themen dieses Artikels
Gunnar Social Smartphone Huawei
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