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03. Mai 2019

Darum wurde das Galaxy Fold ein Fail

Samsung wollte als erster Hersteller ein faltbares Smartphones herausbringen. Das ging schief. Eine Aufarbeitung der Geschichte.

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Samsung hat im Februar das Galaxy Fold vorgestellt. Das Gerät ist Teil einer neuen Geräteklasse, die der sogenannten Foldables. Smartphone-Tablet-Hybriden, deren Display sich falten lässt.

Genau das, was man bisher nur aus Science-Fiction-Stories kannte, wird nun Realität. Das Ganze kommt natürlich als Gerät einer ersten Generation zu einem etwas höheren Preis - und auch nicht ohne Kinderkrankheiten.

Samsung hat immer wieder betont, wie ausgiebig die Faltbarkeit des Displays getestet wird, versprach sogar einen Austausch des Displays bei entsprechender Beschädigung.

Man sollte also davon ausgehen können, dass man ein Galaxy Fold nicht wie ein rohes Ei behandeln muss.

Erste Tests – erste Fails

Nun kam es, wie es kommen muss. Gut eine Handvoll Reviewer haben das Galaxy Fold für Tests erhalten.

Nachdem die ersten Videos und Berichte dazu draußen waren, passierte etwas sehr unschönes. Bei vielen Testern ging das Display nach wenigen Tagen kaputt.

Bei ein paar der Testern wohl eigenverschuldet, sie haben eine Folie vom Display abgezogen, die zur Stabilität beiträgt. Durch den Druck beim Entfernen wurden die Displays zerstört.

Erstes Learning für Samsung: Besser darauf hinweisen, dass die Folie Teil des Gerätes ist und nicht entfernt werden darf.

Es liegt an Folie und Staub

Allerdings gab es auch Fälle, in denen die Folie auf dem Gerät verblieben ist und das Display trotzdem nach kurzer Zeit zerstört war. Wie kann das passieren?

iFixit hat ein Galaxy Fold in die Finger bekommen und das Gerät einmal genauer untersucht, vor allem natürlich das Display.

Demnach ist es so, dass das Display teilweise nur auf dem Gerät aufliegt - logisch, durch das Falten muss ein gewisses Spiel vorhanden sein, sonst wäre das technisch gar nicht möglich.

Allerdings sorgt dieses "nur Auflegen" dafür, dass unter Umständen Fremdkörper unter das Display kommen können.

Der Fremdkörper (es reicht wohl schon ein bisschen Staub) übt dann beim Falten  so viel Druck aus, dass das empfindliche Display bricht. Das Galaxy Fold ist also nicht marktreif, so die Aussage von iFixit.

Galaxy Fold - das faltbare Smartphone

Kritik nicht erwünscht

Der iFixit-Artikel war unterdessen nur einen Tag online. iFixit hat das Gerät von einem Partner bekommen, der wiederum wurde von Samsung um eine Entfernung des Artikels gebeten.

Da man keine Lust auf eine Schädigung der Geschäftsbeziehungen hatte, wurde dem nachgekommen. Eine rechtliche Grundlage für das Entfernen gibt es hier allerdings nicht.

Das hat natürlich eher einen gegenteiligen Effekt, es wurde natürlich in den Medien auch viel über die Entfernung des Artikels verbreitet.

Samsung hat es schon besser gemacht

So ganz verständlich ist Samsungs Vorgehen in diesem Fall auch nicht. Man braucht sich nur mal an das Galaxy Note 7 erinnern. Damals gab es Akku-Probleme, die letztendlich für eine Nicht-Veröffentlichung des Smartphones gesorgt haben.

Aber der Umgang von Samsung mit der Problematik war vorbildlich, das muss man eingestehen.

Es wurde klar informiert, was das Problem ist, auch nach längerer Zeit, als die Untersuchungen abgeschlossen waren. Man ging offen damit um und die Nutzer nahmen dies auch nicht übel, im Gegenteil, Samsung wurde für seine Offenheit gelobt.

Loben kann man Samsungs Umgang mit den Display-Problemen des Galaxy Fold allerdings nicht. Vielmehr macht es den Eindruck, Samsung wolle das alles so geheim wie möglich halten.

Das ist zwar einerseits verständlich, denn auf eine neue Produktkategorie wirft das natürlich kein gutes Licht. Aber die mediale Präsenz zeigt nun auch, dass es wohl anders besser gewesen wäre.

Eine erste Generation hat Fehler

Samsung versucht eine neue Produktkategorie ins Leben zu rufen, die Konkurrenz schläft natürlich nicht. Das hat nicht wie gewünscht geklappt, aber man hat die Probleme wenigstens noch erkannt, bevor die Geräte an Kunden verkauft werden - für 2.000 Dollar.

Es ist völlig normal, dass bei einer ersten Generation nicht alles perfekt ist. Warum sollte man das also nicht öffentlich kommunizieren, die späteren Käufer direkt mit einbinden?

Es ist nicht so, dass Samsung direkt zum Start Millionen Galaxy Fold verkauft hätte, es entsteht also kein direkter "Verkaufsschaden", wenn das technisch nach wie vor total beeindruckende Gerät etwas später kommt.

Für den Massenmarkt war das Galaxy Fold sowieso nicht gedacht, dafür sorgt alleine schon der Preis. Samsung hatte also nicht wirklich einen Grund, hier zu versuchen, die Fehler des Displays so geheim wie nur möglich zu halten.

Wie geht es weiter?

Jedenfalls wird das Galaxy Fold nun mit etwas Verzögerung auf den Markt kommen, Samsung wird wohl noch einmal ein paar Feinheiten überarbeiten.

Einen neuen Termin gibt es noch nicht, in den nächsten Wochen möchte sich Samsung dazu äußern. Das Ding ist, das Statement kam, als das Kind schon lange in den Brunnen gefallen war.

Diese kleine Verzögerung wird das ganze Thema Foldables nicht weniger spannend machen, es ist nun einmal etwas völlig neues.

Spannend wird auch bleiben, ob andere Hersteller, die bereits Foldables angekündigt haben, von Erstlingsproblemen verschont bleiben. Das Jahr wird es zeigen.

Caschy

Dortmunder im Norden. Blogger, Freund gepflegter Technik, BVB-Maniac. Auch zu finden bei Twitter, Google+ , Facebook, XING und youtube

Themen dieses Artikels
Android Samsung Smartphone
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