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05. Januar 2016

Schlechtes Crowdfunding: Console OS

Caschy stellt vor: Console OS - ein schlechtes Crowdfunding-Beispiel

Nicht nur Kickstarter, Crowdfunding im Allgemeinen, ist eine der interessanteren Trends der letzten Jahre. Die Masse finanziert mit kleinen Beträgen Projekte, in der Regel gibt es ein Produkt oder eine andere Form der Belohnung für die Unterstützer. Allerdings gibt es für die Belohnung keine Garantie und selbst wenn das Projekt bei erfolgreicher Finanzierung doch nicht zustande kommt, gibt es für die Unterstützer kein Geld zurück. Dass sich die Investitionen des Einzelnen meist in einem kleinen Rahmen bewegen, macht das Ganze nicht weniger ärgerlich.

Nun beschäftigt das Android-x86-Team ein Fall eines Kickstarter-Projektes, das 2014 erfolgreich finanziert wurde. Console OS sollte Android auf den Windows PC bringen und sogar Dual-Boot fähig sein. Ein tolles Projekt, das mit allerlei Anpassungen seitens des Projekt-Teams wirbt, so wurden auch rund 78.000 Dollar via Kickstarter eingesammelt.

Console OS – Was ist passiert?

Ende Dezember 2014 sollte es Console OS für die Backer geben, letztendlich gab es eine erste Testversion basierend auf Android KitKat, die allerdings auf den wenigsten Geräten funktionierte. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei DR1 genannten Version um eine Kopie von Android-ia, einem ähnlichen Open Source-Projekt.

Die Zeit verging und während Unterstützer des Projekts auf eine zweite Version des KitKat-Release warteten, gab Christopher Price bekannt, dass er sich auf die Entwicklung einer neuen Version basierend auf Android Lollipop konzentrieren wird. Neue Versionen gab es nicht.

Vor rund zwei Monaten wurde android-x86 5.1-rc1 veröffentlicht, kurz darauf gab Christopher Price bekannt, den Console OS Source Code zu veröffentlichen. Dies tat er auch und wie sich herausstellt ist es lediglich eine Kopie des Android-x86-Ansatzes, der kurz zuvor veröffentlicht wurde. Keinerlei Änderungen, bis auf den Namen. Durch die Veröffentlichung des Codes wollte Price die Entwicklung von Console OS beschleunigen.

Viele Versprechen – viel verbrannte Erde

Von den Zusatzfeatures, die während der Kickstarter-Kampagne versprochen wurden, fehlt jede Spur. Die Unterstützer der Kampagne wurden letztendlich betrogen, denn dass es sich um einen Fork von Android-x86 handeln wird, wurde nie erwähnt. Im Prinzip könnte er dies durchaus tun, immerhin handelt es sich auch bei Android-x86 um ein Open Source-Projekt. Aber ob er dann die erforderliche Summe via Crowdfunding eingesammelt hätte?

Dieses Beispiel zeigt sehr schön, dass man sich eben nicht immer auf die Versprechen der Kickstarter-Projekt-Ersteller verlassen kann und ein Hinterfragen vor der Unterstützung angebracht ist. Wir empfehlen an dieser Stelle auch hin und wieder Kickstarter-Projekte, beschränken uns aber auf die, die auch tatsächlich realisierbar erscheinen. Es gibt so manche Anzeichen, die eine wie hier beschriebene Masche eigentlich recht gut erkennbar machen, wobei man gerade im Software-Bereich auch viel tricksen kann.

Unterstützt man Projekte bei Crowdfunding-Plattformen, ist man sich des Risikos hoffentlich bewusst. Weder muss es immer eine Belohnung geben, noch müssen die Projekt-Ersteller ein Projekt auch zwingend zum Ende bringen. Kickstarter veröffentlichte letztens einen Fulfillment Report. Aus diesem geht hervor, das jedes zehnte Projekt trotz erfolgreicher Finanzierung keine Belohnungen ausliefert. Aber so ist es im großen Stil ja auch, nicht jede Investition zahlt sich auch aus.

Caschys Urteil

In diesem Sinne, auch bei Crowdfunding immer die Augen offen halten. Je abwegiger ein Projekt klingt, desto mehr sollte man es hinterfragen. Auf Dauer werden so auch automatisch die Ausnutzer eines solchen Systems ausgeschaltet. Unterstützer des Console OS-Projekts haben davon nicht viel, sie warten weiterhin auf das versprochene Android-System für Windows PCs.

Kickstarter Kampagne von Console OS

 

Caschy

Dortmunder im Norden. Blogger, Freund gepflegter Technik, BVB-Maniac. Auch zu finden bei Twitter, Google+ , Facebook, XING und youtube

Themen dieses Artikels
Android
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