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15. November 2018

Facebook baut sich musical.ly

Als Snapchat sich nicht kaufen ließ, baute Facebook die Stories einfach nach. Mit Lasso kommt nun ein Klon von musical.ly

Facebook kopiert Tik Tok

Als Facebook noch thefacebook hieß – 14 Jahre ist das her – ahnte wohl noch nicht einmal Mark Zuckerberg selbst, dass sich das Social Network zu einem der mächtigsten gesellschaftlichen Netzwerke der Welt entwickeln würde.

Heute soll das Social Network schuld an manipulierten Wahlen haben sowieso das Leben vieler Menschen negativ beeinflussen. Als Brutstätte von Fakenews wird es gehandelt, was dem Erfolg aber keinerlei Abbruch tut.

Instagram als Schnäppchen

Facebook geht auch sehr geschickt vor, beobachtet Trends und versucht, diese auch in das eigene Wirken einfließen zu lassen. 2012 machte man mit Instagram ein wahres Schnäppchen. 27 Millionen Nutzer hatte das Foto-Netzwerk seinerzeit, eine Milliarde Dollar legte Facebook dafür auf den Tisch.

Diesem Kauf gingen allerdings auch eigene Versuche voraus, das Teilen von Bildern bei Facebook voranzutreiben. Instagram war das Foto-Netzwerk der jungen Generation, bei Facebook wollte das nicht so recht klappen. Außerdem holte man sich so gleich neue Nutzer in das Netzwerk, heute weiß man, dass sich das mehr als rentiert hat.

WhatsApp, der bessere Messenger

Großer Paukenschlag war seinerzeit aber der Kauf von WhatsApp. Das ist gerade einmal vier Jahre her, 16 Milliarden Dollar hat sich Facebook die Übernahme kosten lassen.

Warum aber? Ganz einfach, Facebook hat den Messenger-Trend erkannt, konnte aber mit seinem eigenen Dienst nicht so richtig Fuß fassen. Die Nutzer wollte man sich nicht entgehen lassen, da bleibt nur eine Übernahme.

Im Prinzip verhält es sich da ähnlich wie bei der Übernahme von Instagram, Facebook versucht es mit einem eigenen Produkt, das dann nicht zum gewünschten Erfolg führt.

Die Lösung heißt Zukauf. Dass Instagram und WhatsApp heute noch ihre eigenen Namen tragen, sagt auch ein bisschen was über dieses Verhältnis aus. Ein Facebook-Rebranding würde nicht ins Bild passen.

Nicht jeder Zukauf bringt Erfolg

Tatsächlich ist es so, dass sich sehr viele Nutzer noch nicht einmal bewusst sind, dass Facebook hinter diesen beiden Apps steckt. Für Facebook ist das ein Vorteil, denn durch diverse Datenskandale hat man bei (Facebook-)Nutzern Vertrauen verspielt.

Immer wieder lustig, wenn dann WhatsApp-Kettenbriefe umhergehen, die gegen Facebook wettern. Aber auch das werden die Nutzer irgendwann noch lernen.

Aber es gibt durchaus auch Flops oder Geschichten, die nach wie vor nicht so richtig Früchte tragen. Als Flop kann man wohl das HTC First bezeichnen, ein Smartphone, das zusammen mit HTC auf den Markt gebracht wurde und einen eigenen Facebook-Button besaß.

Das lief wohl so schlecht, dass sich Hersteller Jahre später noch weigerten, mit Facebook zusammenzuarbeiten. Das muss man auch erst einmal schaffen. Den mobilen Trend hat Facebook dennoch nicht verschlafen, wie aktuelle Zahlen zeigen. Die Hauptnutzung erfolgt mobil – und somit auch die Gewinne durch Werbung.

Snapchat wurde nachgebaut

Oculus gehört auch zu Facebook, das VR-Headset schlummert so ein wenig vor sich hin, kam bisher noch nicht so richtig bei der Masse an, hat aber durchaus seine Fans. Auch hier hat Facebook früh Interesse gezeigt und sieht in VR auch ein Stück Zukunft, die man natürlich nicht den anderen Playern auf dem Markt überlassen möchte.

Zurück zu Instagram. Das ist bekanntlich nicht mehr das Instagram, das seinerzeit übernommen wurde. Facebook hat den Snapchat-Trend wieder einmal recht früh erkannt und diesen kurzerhand in Instagram nachgebaut.

Als Instagram Stories präsentieren sich Inhalte mit Verfallsdatum. Snapchat hat daran durchaus zu knabbern, die Nutzerzahlen sind zwar nicht eingebrochen, aber ein Wachstum ist eben auch nicht zu beobachten.

Sobald Snapchat neue Funktionen anbietet, legt Facebook bei Instagram in der Regel nach. Dreistes Kopieren von Funktionen, aber was will man auch machen, wenn man keine eigenen Ideen hat. Dennoch klatscht Facebook nun nicht einfach alles in Instagram, man möchte ja auch neue Nutzergruppen erschließen.

Musical.ly? Bauen wir nach!

Musical.ly war schon ein sehr populärer Dienst für Lipsync-Videos. Musik wurde abgespielt, der Nutzer konnte seine Lippen dazu bewegen oder andere witzige Aufnahmen machen - ja, so etwas ist natürlich eher an verspielte Jugendliche gerichtet. Genau jene sind für Facebook super interessant, die holt man mit einem schnöden Social Network heute nämlich nicht mehr ab.

Musical.ly gibt es mittlerweile nicht mehr, TikTok hat zugeschlagen und die Sache übernommen. Witzige Videos gibt es da immer noch und auch jede Menge Musik. Und vor allem jede Menge Nutzer. Nutzer, die auch Facebook gerne hätte – beziehungsweise braucht, möchte man auch in Zukunft noch ein Wörtchen mitreden.

Eine Übernahme scheint nicht möglich, das wäre wohl der einfachste Weg. Also versucht es Facebook mal wieder mit einem eigenen Nachbau. Das Ganze nennt sich dann Lasso, ist bislang aber nur in den USA verfügbar.

Lasso ist nicht viel anders als TikTok, es steht Musik zur Verfügung. Außerdem lassen sich diverse Effekte für Videos nutzen. Videos, die in der Regel kurz sind. Und wenn man nicht weiß, was man aufnehmen soll, dann stöbert man einfach in den Trends und lässt sich inspirieren.

Facebook braucht frische Nutzer

Quasi so, wie Facebook sich von App-Trends inspirieren lässt. Vielleicht nicht die feine englische Art wie Facebook bei so etwas vorgeht, aber eine immer erfolgreichere.

Ob sich das auch bei Lasso bestätigen wird, bleibt abzuwarten. Muss es vielleicht auch gar nicht. Denn so schnell wie Trends bei jungen Nutzern aufkommen, können sie auch wieder von der Bildfläche verschwinden.

Temporärer Erfolg ist nicht das, woran Facebook interessiert ist. Vielmehr ist es das Hinzugewinnen neuer Nutzer, die mit Facebook erst einmal nichts zu tun haben wollen. Sei es wegen des lachsen Umgangs mit Daten – oder auch einfach nur, weil man nicht dasselbe Netzwerk wie die Eltern nutzen möchte.

Da können Apps wie Lasso sehr hilfreich sein, aber ein Garant für den Erfolg sind sie auch nicht. Es wäre nicht die erste App von Facebook im Bereich Video, die ganz still wieder von Bildfläche verschwindet, ohne einen großen Einschlag gehabt zu haben. Vielleicht kann man bis dahin ja auch wieder einen anderen Dienst hinzukaufen - das war bisher am erfolgreichsten.

Caschy

Dortmunder im Norden. Blogger, Freund gepflegter Technik, BVB-Maniac. Auch zu finden bei Twitter, Google+ , Facebook, XING und youtube

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