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07. März 2018

Vero: Das neue Facebook?

Was ist eigentlich Vero und warum erlebt das gar nicht so neue soziale Netzwerk auf einmal einen solchen Hype?

Vero - das neue soziale Netzwerk

Wofür brauchen wir soziale Netzwerke? Eine nicht ganz unwichtige Einstiegsfrage, denn neben den etablierten Kandidaten um Facebook, Instagram, Twitter oder auch Snapchat gibt es regelmäßig neue Protagonisten, die am Thron wackeln und den Platzhirschen den Rang ablaufen wollen. Dafür braucht es ein Konzept.

In sozialen Netzwerken suchen wir – grob gesagt – nach Informationen, wollen wissen, was unsere Freunde so treiben und eventuell auch mit Marken kommunizieren, die unsere Zuneigung gewonnen haben. Das können wir mal ganz pauschal als Ausgangssituation nehmen, um zu verstehen, was gerade mit Vero passiert.

Vero nutzt keinen Algorithmus

Vero (iOS/ Android) ist eins dieser neuen Netzwerke, wobei es die App schon seit 2015 gibt und bisher nicht unbedingt mit einer großen Reichweite auf sich aufmerksam machte – doch dazu später mehr. Die App möchte sich an eine junge Zielgruppe richten und das Konzept ist recht einfach gehalten. Im Vergleich zu Facebook oder Instagram gibt es keinen Algorithmus.

Dieser ist es, der jüngst viel Kritik an den Netzwerken um Facebook, Instagram oder Twitter hatte aufkommen lassen. Die Timeline ist durcheinander, der Algorithmus nicht nachvollziehbar und man wird pausenlos von Werbung penetriert, die in der Etage des Grauens noch weit unter dem Keller rangiert.

Da setzt Vero an und möchte seine Nutzer mit einer chronologischen Timeline eine Eigenständigkeit bieten, die es so bei anderen Netzwerken nicht mehr gibt. Auf Werbung wird zunächst komplett verzichtet und ihr könnt frei entscheiden, wer eure Postings sieht. Es ist ein wenig wie reines Android im Vergleich zu den Oberflächen der Konzerne.

Datenschützer sind bei Vero skeptisch

Nun gilt es zwei Dinge zu beachten. Auf der einen Seite haben Facebook, Instagram und Twitter es selber in der Hand und wer Nutzer vergrault, bietet Nährboden für die Konkurrenz. Diese hat es aber in den vergangenen Jahren immer gegeben, ohne das sich ein Netzwerk wirklich durchsetzen konnte – mal abgesehen von Snapchat, das selber in der Kritik steht.

Kann Vero den Hype nutzen, um sich eine Nische zu schaffen? Experten sind da skeptisch, denn auch Facebook oder Instagram arbeiteten seinerzeit ohne Algorithmus und bei Vero werden sich, wenn der Nutzerstrom anhält, Veränderungen ergeben. Wie sich das Unternehmen dann finanzieren möchte, bleibt abzuwarten.

Schon jetzt gehen Datenschützer auf die Palme, denn zur Verifizierung ist eine Telefonnummer vonnöten. Viele Nutzer haben sich unter dem Hashtag #deletevero auch wieder abgemeldet. Grund dafür ist unter anderem die Abneigung, die dem Gründer Ayman Hariri entgegenschlägt, der es mit den Rechten von Arbeitnehmern nicht so genau nehmen soll.

Zwischenfazit: Im Grunde ist die Idee ja nicht schlecht. Ein soziales Netzwerk, in dem man den Content sieht, den man auch sehen möchte und in dem es keine störende Werbung gibt. Ob man dem Gründer seine Sympathie schenkt, ist Geschmackssache. Dass man seinen Account nicht so ganz einfach löschen kann, ist zumindest ein wenig mit Skepsis zu betrachten.

Kam der Hype durch bezalte Influencer?

Kommen wir aber zum zweiten Punkt, den ich im dritten Absatz kurz angerissen habe. Bis Februar 2018 kannten nur wirkliche Insider diese App und Vero schwamm im Strom mit. Erst in den vergangenen Wochen erlebte Vero einen absoluten Hype und die Zahlen schossen in den Himmel, Vero stand plötzlich in vielen Ländern auf Rang eins der App-Charts.

Wie ist das denn passiert? Das hat ganz sicher nichts mit dem Algorithmus von Facebook zu tun und ist laut der Kollegen von t3n in zwei Schritten zu erklären. Hariri verfügt über einen ganzen Batzen an Kohle und hat diverse Promis dazu gebracht, seine App zu nutzen. Mit dabei ist zum Beispiel US-Filmregisseur Zack Snyder, der schon eine Hausnummer ist.

Schritt eins hat allerdings nicht gereicht, um die App richtig durch die Decke gehen zu lassen. Was also fehlte? Ein wenig nackte Haut. Und diese holte sich Ayman Hariri bei diversen Nischen-Influencern wie Erika Lipps, Hylia Fawkes oder auch Alexandra Granberg. Zudem kommen viele Influencer aus der Kreativ- sowie Cosplay-Szene.

App Vero profitiert vom Mix

Diese Influencer haben laut OMR gerade zwischen dem 20. und 23. Februar mächtig die Trommel gerührt und auf Instagram oder auch Facebook exorbitant viele Storys gepostet. Von organischem Wachstum kann also keine Rede sein, auch wenn t3n bei den Influencern nachfragte, ob es ein bezahltes Sponsoring sein, diese Frage aber durchgehen mit „Nein“ beantwortet wurde.

Wie dem auch sei, es scheint, der Schneeball ist ins Rollen geraten und es ist unwahrscheinlich, auf einen rein organischen Hype zu setzen. Die Kombination aus bezahltem Seeding, Netzwerk-Effekt und einen Gegenpol zu den etablierten Marken um Facebook war erfolgreich und nun wird sich zeigen, wie es um die Nachhaltigkeit bestellt ist.

Gunnar Social

Westfale im Norden. Begeistert von Smartphones, Gadgets und technischem Firlefanz. Liebt Ska, Social Media und Journalismus. Hat einen Blog und ist auch bei Twitter zu finden.

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